Plastik ist ein großes Problem. Weltweit. Auch in Kambodscha. Leider. Um etwas dagegen zu tun, hilft eines: Plastik vermeiden. Dean Mc Dean und Christian de Boer tun genau das und haben 2016 mit „Refill not Landfill“ ein ehrgeiziges Projekt im Kampf gegen Plastik in Kambodscha ins Leben gerufen. Und nicht nur dort: Wie ein kleines Lauffeuer breitet sich die Idee aus im südostasiatischen Raum. Zum Beispiel in Vietnam, Myanmar und Laos. Dort kann man sie ebenfalls erwerben, die wiedervendbaren Flaschen aus Alumimium. Schaut man auf der Website, haben bereits 112.654 Flaschen ihren Job als zuverlässiger Wasserbehälter aufgenommen. Ein beachtliches Ergebnis! Und es werden täglich mehr! Weltweit! Denn die Touristen nehmen sie mit nach Hause und viele nutzen sie dort weiter. Ich mach‘ das auch, in meiner Heimatstadt Düsseldorf.

Das Problem mit den Plastikwasserflaschen

Natürlich ist es verführerisch, aus dem Hotelzimmer in Siem Reap oder anderswo in Kambodscha die angebotenen Wasserflaschen aus Plastik mitzunehmen. Sind ja kostenlos, im Übernachtungspreis inbegriffen. Ich muss gestehen, dass ich in den ersten Jahren meiner Aufenthalte in Kambodscha ebenfalls davon Gebrauch gemacht und die Flaschen auf meine Tagesausflüge mitgenommen habe. Erst nach und nach änderte sich mein Bewusstsein. Denn wo landen die Plastikflaschen die ich – wie zu Hause in Deutschland gewohnt – in den Abfall werfe? Werden sie wiederverwertet, verbrannt, oder einfach irgendwo draußen unter freiem Himmel auf einen Haufen geworfen?

4,8 Millionen Touristen pro Jahr und 10 Millionen Plastikflaschen … jeden Monat

Infografik Refill no Landfill

  • 2015 reisten 4,8 Millionen Touristen nach Kambodscha
  • im Durchschnitt hielten sie sich 6,8 Tage in Kambodscha auf
  • jeder von ihnen verbraucht jeden Tag ungefähr 2 Liter Wasser
  • dies macht rund 10 Millionen verbrauchte (und weggeworfene) Halb-Liter Wasserflaschen aus
  • und das in nur einem Monat
  • das sind 355.000 Plastikflaschen pro Tag
  • 0der 26 mit Wasser gefüllte Olympia Swimming Pools pro Jahr

Quelle

Kambodscha hat nicht wirklich ein funktionierendes Abfallsystem. Falls es das überhaupt irgendwo gibt auf der Welt. In Städten wie Siem Reap gibt es zwar eine Müllabfuhr, doch ist damit allein das Problem nicht gelöst. Vor den Toren der Stadt türmt sich der Abfall. Mittendrin leben Menschen, auch Kinder. Ich selbst war noch nicht dort. Aber meine Freundin Plony. Oft war sie dort, hat den Kindern etwas zu Essen gebracht. Ihnen ein wenig Wärme gegeben. Ich bewundere sie dafür.

Laut der in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh ansässigen Konrad Adenauer Stiftung verpflichtete sich die kambodschanische Regierung 2015, mit dem Erlass des Sub-Decree No. 113 zur Abfallwirtschaft in Stadtgebieten, die Funktionen der Abfallwirtschaft auf die Gemeinde- und Distriktebenen zu übertragen. Im Mai 2016 berichtet die Khmer Times darüber, dass die Regierung 5.000.000 $ für 46 Provinzen und Städte zur finanziellen Unterstützung bereitstellt. Dass es allerdings noch ein langer Weg ist, beschreibt auch der deutsche Auswanderer Don Kong in seinem Artikel.

Entlang der belebten Uferpromenade des Mekong im Zentrum von Phnom Penh hat China das Aufstellen von 100 modernen Abfallbehältern finanziert. Ob diese ausreichen, ist allerdings fraglich. Es gibt doch den Mekongfluss, der nimmt den Abfall schon mit. Spätestens beim alljährlichen Wasserfest, wenn die Promenade rappelvoll ist mit feiernden Menschen, werden die Überreste des Festes säuberlich weggefegt. Ins Wasser, wohin sonst … Aus den Augen aus dem Sinn.

Ja, ich weiß. Das ist schlimm. Und es macht hilflos. Aber wir alle können etwas gegen diesen Plastik-Wahnsinn in Kambodscha tun. Wie das geht? Ganz einfach: Kaufe einfach eine Flasche von Refill not Landfill.

Imagevideo der Kampagne „Refill not Landfill“ und wo Du die Flasche kaufen kannst

An vielen Stellen in Siem Reap (und weiteren Regionen in Kambodscha) kannst Du die Flaschen kaufen. Hier im Video zum Beispiel im The Little Red Fox oder in den Sala Lodges.

Auf der Website und auf der Rückseite der Flasche sind die Einrichtungen aufgelistet, die bei dem Projekt mitmachen. Dabei sind nicht nur Restaurants und Cafés. Auch Phare, der kambodschanische Zirkus und das Angkor Hospital for Children sind unter anderem dabei. Flasche leer? Kein Problem: In ganz Siem Reap und Umgebung gibt es Refill Stationen in denen Du Deine Flasche kostenlos mit frischem Wasser auffüllen lassen kannst. An vielen Stellen bekommst Du die Flasche sogar heiß ausgespült zurück, damit sich keine Bakterien bilden.

Tipp

Besuche die teilnehmenden Einrichtungen, Restaurants und Cafés auf der Rückseite der Flasche. Halte ein wenig Rast, trinke wengistens einen Kaffee oder so und genieße die Atmosphäre. Du wirst mit Sicherheit ganz wunderbare Aufenthalte erleben. Und im Angkor Park? Als zahlender Gast kannst Du auch dort Deine Flasche auffüllen lassen.

Refill not Landfill - wiederbefüllbare Flasche mit Emblem vom Haven Restaurant in Siem ReapDas hier ist meine Flasche. Nicht nur praktisch, sondern auch toll anzusehen. Besonders der Spruch hat es mir angetant. Die Flasche stammt vom Haven Restaurant. Paul, der Mitbegründer dieses Kleinods hat sie mir geschenkt. Paul, der wunderbare Lebenspartner von der wunderbaren Sara. Wie ein Jahr zuvor beim Haven-Kochbuch, war ich auch dieses Mal wieder die erste Abnehmerin. Ist es Zufall, oder vielleicht nicht? Auf jeden Fall eine Erwähung wert. Hier noch zwei Selfies mit Paul und Sara <3

Inga und Paul - Haven Restaurant Siem Reap

Inga und Sara - Siem Reap
Und hier noch ein Foto vom fantastischen Essen im Haven. Auf diesem Teller ist’s knusprig frittiertes Gemüse. Im Hintergrund meine wiederbefüllbare „Refill not Landfill“ Flasche. Haven Restaurant in Siem Reap - frittiertes GemüseUnd hier nochmal ein Foto der wiederbefüllbaren Flasche vom Refill not Landfill Projekt. Denn um die Flasche geht es ja eigentlich hier im Artikel. Du weißt ja jetzt, wo Du sie überall bekommen kannst :-)  Refill not Landfill Siem Reap - wiederbefüllbare FlascheIch freue mich schon riesig auf meine nächste Reise nach Kambodscha. Natürlich werde ich meinen Reisebegleiter – die wiederbefüllbare Flasche – dabei haben. Und Du? Machst Du mit?

Eckdaten „Refill no Landfill“

Falls Du noch weitere Fragen hast, die auf der Website oder hier in meinem Artikel nicht beantwortet sind, dann nutze den Chat auf der Website von Refill not Landfill. Der Service ist exzellent!

Ein Artikel aus der Serie 100 Dinge, die Du unbedingt tun musst, wenn Du in Siem Reap bist.

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