Seit ich nach Kambodscha reise, fasziniert mich zunehmend das Fotografieren. Aus anfänglicher Knisperei mit geliehener Kamera ist mittlerweile eine große Leidenschaft geworden. Eine Leidenschaft, die ich gern mit Dir teilen möchte. Und wenn Du selbst den einen oder anderen Tipp hast: Dann her damit, ich freu mich drauf!

Die besten Plätze zum Fotografieren und Filmen der Tempel

Ja, es gibt viele tolle Plätze, die als fotografische Hotspots der einzelnen Tempel gelten. Einer der berühmtesten ist sicherlich der Sonnenaufgang am nördlichen Wasserbecken vor Angkor Wat. Dort ist 2017 dieses Foto entstanden. Zwar war der Himmel wolkenverhangen, aber ich mag es trotzdem sehr gut leiden.

Angkor Wat zum Sonnenaufgang am nördlichen Wasserbecken

Angkor Wat zum Sonnenaufgang am nördlichen Wasserbecken

Special: Auf den Seiten der einzelnen Angkor Tempel gebe ich Dir Tipps, wo, wie und wann Du den jeweiligen Tempel am besten fotografierst.

Sonnenauf- und -untergang – die besten Plätze

Den Sonnenauf- und Untergang im Angkor Park zu fotografieren und zu filmen zählt zu den ultimativen Highlights eines jeden Besuchs der Angkor Tempel. Speziell zu diesem Thema habe ich Dir zwei Infoartikel zusammengestellt. Diese sind:

Auf den Tempelseiten über den Ta Prohm, Phnom Bakheng und Bayon gebe ich Dir ebenfalls Tipps zum Fotografieren dieser Tempel. Für Angkor Wat gibt es zum Thema Fotografieren  eine komplett eigene Seite.

Mönche im Angkor Park fotografieren

Gerade Mönche sind beliebte Motive. Ihre orangefarbene Kleidung bildet einen wunderschönen Kontrast zum Mauerwerk der Angkor Tempel. Sie sind es gewohnt, dass laufend Kameras auf sie gerichtet sind. Oft gehen sie direkt in Position und schauen „verträumt“ in die Ferne, wenn sie bemerken, dass eine Kameralinse auf sie gerichtet ist. So wie auf diesem Foto.

Angkor Wat - Mönch posiert

Mönch posiert für’s Foto am Angkor Wat

Trotzdem: Frage vorher nach, ob Du ein Foto machen darfst. Denke daran, dass weibliche Personen einen Mönch niemals berühren dürfen. Auch nicht die Kleidung.

Foto-Touren mit Profi-Fotografen

Wenn Du so wie ich nicht so der Profi-Fotograf bist oder Deine Techniken verbessern und direkt zu den besten Fotoplätzen möchtest, kannst Du spezielle Fototouren mit einem Fotografen buchen. Die Auswahl ist groß. Zum Beispiel bei Laurent DambiesCambodia Images, dem tchechischen Fotografen Ota, den Fotografen von Angkor Wat Photography Tours einem Verbund von mehreren Fotografen, die in Siem Reap leben oder Angkor Travel Photography mit ihren drei professionellen Fotografen.  Weitere Angebote findest Du  in der Google Suche z.B. über die Suchanfrage „Angkor Photo Tour“.

Beachte: Die Fotografen einer Angkor Fototour tun in der Regel ausschließlich das, was sie am besten können – nämlich Fotografieren. Erwarte also keine allzu vielen Infos über die Geschichte der Tempel.

Vorteil von einer Foto-Tour

Gerade wenn Du so wie ich eher so semi-mäßig unterwegs bist, aber trotzdem schöne Angkor Fotos machen möchtest, kann ich Dir so eine Foto-Tour wärmstens ans Herz legen. Ich selbst habe bisher eine Foto-Tour bei Darren gebucht und kann nur sagen, dass ich viel gelernt habe. Ohne ihn hätte ich viele schöne Motive erst gar nicht entdeckt und wäre einfach daran vorbei gelaufen. Seitdem fotografiere ich im RAW Modus und das M (manueller Modus) auf dem Drehrad ist meine liebste Einstellung.

Alternative für den kleineren Geldbeutel und mit Tempel-Infos

Ratanak - Angkor Tour Guide mit Kamera

Ratanak in Aktion – ich hab mir ein Lotus Foto gewünscht :-)

Im Großen und Ganzen wissen die Tourguides um die Hotspots für bestimmte Fotos im Angkor Park und sie zeigen sie Dir auch. Unabhängig davon kannst Du Deinen Tourguide fragen, ob er selbst eine Kamera hat und Fotos macht. Mein ultimativer lieblings Tourguide Ratanak Eath bietet das an. Ihm kannst Du eine Deiner Speicherkarten geben. Er steckt sie in seine Kamera, schießt Fotos während der Tour und am Ende des Tages bekommst Du die Speicherkarte zurück mit allen Fotos, die Du komplett frei verwenden darfst. Auch schön: Es sind viele Fotos dabei, auf denen Du selbst abgebildet bist, ohne in den Momenten gemerkt zu haben, dass er dich fotografiert. Obendrauf erzählt er Dir natürlich die Geschichten der Tempel und beantwortet Deine Fragen. Mit ihm hast Du sozusagen vieles zusammen in einem Paket – nur halt eben nicht den Profifotografen, der Dir zeigt, wo und wie Du die besten Fotos machst.

Kamera-Ausrüstung

Das mit der Kamera ist ja immer so eine Sache für sich. Zumal sich mittlerweile auch mit Smartphones sehr gute Fotos machen lassen. Im Gegensatz zu mir. Obwohl ich schon ein – ich sag mal – nicht ganz so altes Smartphone besitze, sehen die Fotos damit in der Regel für meinen Geschmack einfach nur grottig aus.

Dafür liebe ich die ganzen verschiedenen Einstellungsoptionen an einer Kamera, das An- und Abschrauben verschiedener Objektive, das Aufstellen des Stativs. Es ist für mich fast wie ein Ritual, wenn ich an den Rädchen drehe, Knöpfen drücke und mir überlege, welche Blende, Belichtung und ISO ich verwende.

Also stelle ich Dir ganz einfach mein Equipment vor. Vielleicht hilft es Dir ja, das für Dich richtige Equipment zusammenzustellen.

Die Kamera

Hinweis: Die Affiliate-Links und führen alle zu Amazon.

Ich selbst habe eine Nikon D3200*, die ja schon eher so als Einsteiger-Kamera bezeichnet wird. Aber zu dem Zeitpunkt der Anschaffung wusste ich noch nicht, ob und inwieweit ich mich wirklich mit Fotografie beschäftigen werde.

Überhaupt mag ich Nikon. So teilte mir bei der Photokina 2018 ein freundlicher Nikon-Berater mit, dass ich mit der D3200 eine sehr gute Kamera besitze. Dies, während er mir die spiegellose Nikon Z6* zeigte, mit der ich seitdem mehr und mehr liebäugel. Ein nicht ganz unerheblicher Pluspunkt: Dank eines Bajonettadapters kann ich sogar meine Objektive weiter nutzen :-)

Die Objektive

Was die Objektive für die Angkor Tempel angeht, habe ich mich von Darren von Cambodia Images beraten lassen. Er hat mir unter anderem ein Super-Weitwinkel empfohlen, um die Angkor Tempel optimal in Szene zu setzen.

Bei der Auswahl der Objektive war mir wichtig, dass ich keine „Lücken“ in der Brennweite habe. Also zum Beispiel ein Objektiv mit 50mm Festbrennweite und ein Tele, welches dann erst mit 70mm beginnt. Auch bei der Auswahl der Objektive habe ich mich eher in der unteren Preisklasse bewegt. Später kann ich immer noch „aufrüsten“. Spätestens, wenn ich dann endlich die Nikon Z6* mein eigen nennen darf.

Zur engeren Auswahl habe ich den Objektivratgeber im Buch Nikon D3200 von Benno Hessler*  zu Rate gezogen.  Ein anderes sehr gutes und dabei weitaus günstigeres Buch ist das Buch Nikon D3200 von Michael Gradias*. Solltest Du eine andere Kamera verwenden, die Auswahl an Handbüchern für Nikon*, Canon, Sony* und vielen anderen Kamera Anbietern ist riesig.

Meine kleine Objektivsammlung

Zur Veranschaulichung hier eine Übersicht aller Objektive, die ich zur Zeit verwende:

Verwendung der Objektive im Angkor Park

Um Dir einen bestmöglichen Einblick zur Verwendung der Objektive zu geben, habe ich Dir dazu entsprechende Infos auf den einzelnen Tempel-Seiten zusammengestellt. Hier dieses Foto zum Beispiel ist vom Bayon Tempel.

Bayon Tempel, Gesicht Lokeshvara am Nachmittag

Bayon: Gesichter von Lokeshvara in der Nachmittagssonne

Foto-Rucksack

Je nach Umfang des Equipments braucht es auch eine passende Foto-Tasche. Ich habe mich direkt für einen Rucksack entschieden. Bis ich meinen Rucksack gefunden habe, hat es allerdings einige Zeig gekostet. Meine Auswahlkriterien waren:

  • Der Rucksack sollte möglichst leicht sein.
  • Dabei nicht direkt als Foto-Rucksack zu erkennen sein (wegen der Sicherheit).
  • Ein eigenes Fach für ein Laptop haben.
  • Möglichkeit zum Stativ-Transport bieten.
  • Mit einem Regenschutz daherkommen.
  • Als Goodie noch ein Fach für all das, was sonst in einer Handtasche landet, haben.
  • Stabil und dabei möglichst leicht.
  • Nicht mehr als 130,00 € kosten.

Nach einigem Suchen habe ich mich dann für einen Street Rucksack von Manfrotto* entschieden. Bis auf den Regenschutz besitzt er all das, was ich mir gewünscht habe. Obendrauf ist er angenehm zu tragen und hat nicht so viele Fächer, dass ich immer überlegen muss, wo denn nun was drin ist.

Stativ

Nach langer Sucherei ist meine Wahl dann endlich auf das Bonfoto B671C 141cm Kohlefaser Stativ* (Preis: 87,00 € und viele gute Bewertungen) gefallen und ich bin wahrlich begeistert! Bedingt durch die Kohlefaser ist das Stativ bei hoher Tragfähigkeit vergleichsweise leicht. Besonderheiten: patentierter 360° Kugelkopf, zwei Wechselplatten, 360° Ring für Panorama-Aufnahmen.

Speicherkarte

An den Ausgaben für eine Speicherkarte sollte nicht gespart werden. Sie ist sozusagen mit das Herzstück, wenn es darum geht, gute Fotos und vor allem Videos zu erstellen. Hier bin ich wieder den Empfehlungen im Nikon-Buch nachgegangen und habe mir zwei Extreme Pro 95 mb Speicherkarten+ von SanDisk mit hoher Schreibgeschwindigkeit (U3/10) gekauft.

Zweites Akku Ladegerät

Gaaanz wichtig: Ein zweites Akku! Mindestens. Ein. Zweites. Kostet mit rund 20,00 € nicht viel und trägt garantiert mit dazu bei, Dich von unsäglichem Frust zu befreien. Stell Dir einfach mal vor, wenn Du auf den Sonnenaufgang bei Angkor Wat wartest und just in dem Moment, wenn Du auf den Auslöser drücken willst, Deine Kamera keinen einzigen Pieps mehr von sich gibt. Nicht auszuhalten, behaupte ich mal. Gleiches Szenario gilt natürlich auch für Smartphones, wenn man diese statt einer Kamera verwendet. Hier lohnt sich die Anschaffung einer Powerbank* .

Akku-Angebote für unterschiedliche Kamerahersteller:

Aber was erzähle ich da, an so ein zweites Akku hast Du bestimmt schon längst gedacht :-) Doch wie sieht es mit einem Stromadapter aus?

Reiseadapter für Kambodscha

Wo wir gerade beim Thema Strömchen sind: Ich empfehle Dir unbedingt, einen Reiseadapter für Kambodscha zu besorgen. In Kambodscha gibt es die drei Steckdosen-Varianten Typ A, Typ C und Typ G. Wobei Typ C unseren Steckdosen ähnelt, allerdings passen sie trotzdem nicht zu 100%. Meine Empfehlung ist der Reiseadapter von kvmobile*. Beim Preis von 8,40 € habe ich mir direkt zwei gekauft. Praktisch: Diesen Reisestecker kannst Du auch in vielen anderen Ländern nutzen, nahezu weltweit behaupte ich mal.

Polarisationsfilter für kräftige Farben

Zwar „büßt“ Du rund 2 Blenden bei der Verwendung eines Polarisationsfilters* ein, doch bei gleißendem Mittagslicht dürfte das kein Problem sein, sondern eher einen Vorteil darstellen. Die Farben sind satter, was sich vor allem auf den Himmel positiv auswirkt.  Ich selbst bin erst letztens auf die Idee gekommen und werde bei meinem nächsten Angkor Besuch auf jeden Fall einen Polarisationsfilter ausprobieren.

Drohnen im Angkor Park

Um es vorneweg zu sagen: Bei einem Besuche der Angkor Tempel wirst Du auf den Gebrauch einer Drohne verzichten müssen, da es schlicht verboten ist. Ein deutscher Landsmann hat seinerzeit zu dieser Entscheidung beigetragen, da seine Drohne munter den Königspalast in Phnom Penh überflog. Die kambodschanische Königin war alles andere als amused.

Allerdings hält sich nicht jeder an das Verbot. So berichtet die Khmer Times im Juni 2018, dass es im ersten halben Jahr bereits 158 unerlaubte Flüge mit Drohnen auf dem Angkor Gelände gesichtet wurden. Weitaus mehr als die gezählten 58 im gesamten Jahr davor. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Regierung hier entsprechend eingreift, bis ihre Verbote auch Wirkung zeigen. Ähnliches gab es ja bereits beim Code of Conduct. Zu dem 2015 entwickelten Verhaltenskodex haben maßgeblich zunehmend in Mode kommende nackte Touristen im Angkor Park beigetragen.

Eine Drohnen-Lizenz beantragen

Es gibt allerdings die Möglichkeit, eine offizielle Lizenz zu beantragen. Diese kann aber auch schnell mit 1.000 $ und mehr zu Buche schlagen. Lohnt sich also nur für High-End Profis. Den Antrag stellst Du bei der hiesigen kambodschanischen Botschaft. Dein Antrag durchläuft einen Prozess, an dem mehrere Institutionen beteiligt sind.

Wo finde ich noch weitere Tipps?

Ganz einfach: Hier zwei Tipps von mir für Deine Angkor Tour von anderen Bloggern:

  • Blattsalat – Bei Thomas Blatt findest Du 10 (fotografische) Tipps für Angkor Wat mit wunderschönen schwarzweiß Fotos.
  • Travelcats – Kathleen und Stephan aus Berlin geben Dir in ihrem Artikel Die Tempel von Angkor viele Tipps, auch für Deinen Aufenthalt in Siem Reap. Auch dieser Artikel hat sehr viele schöne Fotos.
Weitere Infos zu Angkor Wat, Angkor Park und den Angkor Tempeln

Infos zum Angkor Wat, Angkor Park mit Eintrittspreisen, Kleidung, Tourguide, Tuk Tuk & Co. und zu weiteren Angkor Tempeln bekommst Du hier:

Angkor Wat Button
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Hotelsuche

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