Kambodscha Reise: Impfung, med. Versorgung & Co.

Wenn einer eine Reise tut … Dann denkt man ja in der Hauptsache an die schönen Dinge die einem da so bevorstehen. Krankheit, Unfall & Co. stehen da eher nicht so auf dem Plan. Sind ja auch nicht gerade angenehme Themen. Die Infos auf dieser Seite zur medizinischen Versorgung in Kambodscha sollen Dir helfen, im Fall der Fälle das Bestmögliche für Deine Gesundheit zu tun.

Hinweis: Du erhältst auf dieser Seite Informationen darüber, was es gibt zum Thema Gesundheit in Kambodscha, und was Du machen kannst. Ob Du Dich z.B. impfen lässt oder nicht, bleibt Dir überlassen. Für Deine Gesundheit bist Du selbst verantwortlich.

Inhaltsverzeichnis

  • Krankheiten in Kambodscha
    • Malaria
    • Dengue Fieber
    • Durchfall
  • Vorbeugung
    • Tropenregel
    • Kleidung
    • Moskitonetz
    • Reiseapotheke
    • Impfung
  • Medizinische Versorgung in Kambodscha
    • Ärzte
    • Kliniken in Siem Reap
    • Kliniken in Phnom Penh
    • Klinik in Kampot

Krankheiten in Kambodscha

Die wohl häufigsten Krankheiten in Kambodscha sind:

Malaria

Die nachtaktiven Anophelesmücken sind Überträger von Malaria. Zwar gelten Phnom Penh, Angkor und ein Gürtel rund um den Tonle Sap als malariafrei, dennoch: In 75 % der Fälle handelt es sich um die Malaria Tropica mit der nicht zu spaßen ist. Blöd, dass die Symptome mit einer regulären Grippe einhergehen. Faustregel: Bei Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall & Co. sofort (!) einen Arzt aufsuchen. Auch wenn Du bereits wieder zu Hause bist.

Leider gibt es keinen hunderprozentigen Schutz vor Malaria. Selbst die Chemoprophylaxe über Tabletteneinnahme kann eine Erkrankung nicht verhindern, aber zumindest abmildern. Alternativ gibt es verschreibungspflichtige Medikamente zur Notfallselbstbehandlung. Ob und welche Maßnahmen für Dich geeignet sind, kann nur ein Arzt mit Tropenerfahrung empfehlen.

Dengue Fieber

Tagaktive Tigermücken übertragen das Dengue Fieber, sofern sie selbst infiziert sind. Der Ausbruch der Krankheit liegt zwischen 3 und 14 Tage nach dem Stich. Während der Regenzeit ist die Ansteckungsgefahr am höchsten.

Eine Impfung oder andere ärztliche Prophylaxe gibt es nicht. Du kannst Dich nur mit bedeckender Kleidung und Mückenspray schützen. Auch bei Dengue gilt: Gehe sofort zu einem Arzt, sobald Du Auffälligkeiten bei Deinem Gesundheitszustand bemerkst. Auch wenn Du wieder zu Hause bist.

Durchfall / Erbrechen

Gerade in tropischen Ländern wie Kambodscha ist mit Durchfall und Erbrechen nicht zu spaßen. Ursache kann unter anderem eine Lebensmittel- oder Trinkwasservergiftung sein. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust kann es schon nach einigen wenigen Stunden zu einer Dehydration kommen.

Vorbeugung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Vorbeugung. Wenn Du sie berücksichtigst, kannst Du Dich weitestgehend schützen. Bedenke aber, dass es keinen 100% igen Schutz gibt.

Tropenregel

Kochen, braten, schälen oder vergessen
[Alte Tropenregel]

Die  gute alte „Tropenregel“ ist also denkbar einfach und schützt Dich vor unangenehmen Erkrankungen in Kambodscha. Ein paar zusätzliche Tipps:

  • Lebensmittel also niemals roh essen.
  • Wasser bestenfalls aus verschlossenen Flaschen trinken. Wundere Dich nicht, sondern freue Dich, wenn man Dir im Restaurant eine Wasserflasche einfach nur hinstellt, ohne sie zu öffnen. Denn nur dann kannst Du prüfen, ob die Flasche auch noch original verschlossen ist.
  • Wenn Du empfindlich bist, dann putze Deine Zähne nicht mit Leitungswasser.
  • Eiswürfel: So verlockend das auch sein mag im heißen Kambodscha – die Zubereitung der Eiswürfel findet nicht immer auf die hygienischste Art und Weise statt.

Kleidung

Am besten ist es, wenn Deine Kleidung hell und luftig ist und Deinen Körper weitestgehend bedeckt. Zum besseren Schutz gibt es speziell gefertigte Kleidung, die als stechsicher gilt. Derartige Kleidung – insbesondere Trekking-Hosen – bekommst Du in gut sortierten Outdoor-Geschäften oder bei Amazon.

Mückenspray

Auch wenn nicht alle Mücken jetzt Malaria oder Dengue Fieber übertragen, sie können trotzdem lästig sein. Dagegen hilft ein gutes Insektenspray. Hier gibt es Angebote speziell für die Tropen. Produkte mit dem Wirkstoff Icaridin oder DEET (Diethyltoluamid) gelten als sicherer Mückenschutz. Wobei Produkte mit DEET als die sichersten gelten, allerdings auch eher Nebenwirkungen aufweisen (können).

  • Wirkstoff Icaridin: Autan® Tropcial
  • Wirkstoff DEET: Nobite

Praktisch: Nobite bietet zusätzlich ein Mückspray, welches sich auf die Kleidung auftragen lässt. Denn manch eine Mücke lässt sich bekanntlich nicht wirklich von Kleidung abhalten. Es gibt allerdings einen kleinen Haken: Einmal aufgesprüht ziert das Kleidungsstück Flecken, die wie Fettflecken aussehen. Also vielleicht nicht unbedingt das teuerste Kleid damit einsprühen.

Moskitonetz / Fliegengitter

Moskitonetze und Fliegengitter bieten Schutz gegen Mückenstiche und der damit verbundenen Gefahr der Übertragung von Malaria. Auch Klimaanlagen tragen dazu bei, dass Deine Unterkunft weitestgehend mückenfrei ist.

Tipp: Schau Dir bei der Buchung Deiner Unterkunft die Fotos und Beschreibungen genau an. Prüfe auf Hinweise zu Moskitonetzen und Fliegengittern

Reiseapotheke

Die AOK empfiehlt diese Artikel für Deine Reiseapotheke:

  • Verbandsmaterial (Schere, Pflaster, sterile Kompressen, Mullbinden, Einmalhandschuhe, Pinzette, )
  • Schmerzmittel (mit den Wirkstoffen Ibuprofen, ASS oder Paracetamol)
  • Durchfallmittel (Elektrolyt-Pulver, Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid)
  • Mittel gegen Reiseübelkeit (mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat)
  • insektenabweisende Mittel (sogenannte Repellentien)
  • juckreizstillendes Gel gegen Insektenstiche
  • Sonnenschutzmittel, passend zum Hauttyp
  • kühlende Salbe gegen Sonnenbrand
  • Präparate gegen Husten und Schnupfen (Nasenspray)
  • Salbe gegen Entzündungen und Aufschürfungen
  • Mittel gegen Allergien (Antihistaminika)
  • Malariamittel
  • Moskitonetz (wenn Du z.B. nicht in Hotels übernachtest)
  • Fieberthermometer

Medikamente, die Du regelmäßig einnehmen musst und Tabletten gegen Reisekrankheit kommen ins Handgepäck. Dann bist Du auf der sicheren Seite, auch wenn Dein Koffer später ankommt.

Tipp: Das Auswärtige Amt hält einen umfangreichen Ratgeber als PDF Dokument zum kostenlosen Download bereit. 

Impfungen

Für Kambodscha besteht für die Einreise keine Impfpflicht. Das gilt allerdings nur, wenn Du nicht aus einem Land einreist wo eine Impfung gegen Gelbfieber Pflicht ist. Welche Länder das sind, erfährst Du auf der Website der WHO.

Das Auswärtige Amt richtet sich nach dem Impfkalender des Robert Koch Instituts und empfiehlt Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza (Grippe), Pneumokokken, Hepatitis A und bei Lanzeitaufenthalten Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis.

Medizinische Versorgung in Kambodscha

Wichtig für Deine Gesundheit: Die medizinische Versorgung ist mit der unseren nicht zu vergleichen. An manchen Orten gibt es überhaupt keine Ärzte, die unserer Medizin kundig sind. So kommt es zum Beispiel auch nicht von ungefähr, dass auch Kambodschaner weite Reisen auf sich nehmen, um ihre Kinder in einem der Krankenhäuser in Siem Reap oder Phnom Penh behandeln zu lassen.

Calmette Ambulance (S.A.M.U.)
  • 119 – das ist die Notfallnummer, die allerdings nur in Phnom Penh gilt. Weitere Nummern der Ambulanz sind: 023 724 891 oder 023 426 948
  • Anschrift: No. 3, Preah Monivong (St. 93), 12201, Phnom Penh
Tipp: Erkundige Dich bei Deiner Krankenkasse ob und inwieweit Du und Deine Mitreisenden in Kambodscha versichert seid. Frage auch sicherhaltshalber nach, ob ein Krankenrücktransport in der Versicherung enthalten ist. Eine reguläre Krankenversicherung gilt in der Regel nur bis zu einer Aufenthaltsdauer von bis zu 45 Tagen. Sobald Du nur 1 Stunde länger unterwegs bist, benötigst Du eine Zusatzversicherung. Nicht ganz so optimal: Du musst diese Versicherung für Deinen gesamten Aufenthalt inkl. Ab- und Rückflugdatum buchen. Also nicht erst ab dem 46. Tag. 
Erstmal Vorkasse in bar

Für eine ärztliche Behandlung in Kambodscha gilt: Selbst wenn Du ausreichend versichert bist, trittst Du für eine Behandlung zunächst in Vorkasse. Ausnahme ist, wenn Du stationär im Krankenhaus behandelt wirst. Dann wickelt die Gesellschaft Deiner Auslands-Krankenversicherung die Formalitäten direkt mit dem Krankenhaus in Kambodscha ab und übernimmt die Kosten. Im Zweifelsfall lohnt es sich also, eine Nacht im Krankenhaus zu bleiben. In der Regel sind die internationalen Krankenhäuser bei Auslands-Krankenversicherern bekannt und es bestehen bereits langjährige Kooperationen.

Ärzte

Es gab mal mit der British Khmer Clinic eine kleine Arztpraxis in Siem Reap, die von einem britischen Doktor namens Dr. Ian Ferguson betrieben wurde. Auf der Website der Praxis steht allerdings die Meldung, dass sich der Doktor wieder in England befindet und die Praxis geschlossen sei.

In der Regel arbeiten Hotels mit Ärzten zusammen. Selbst in einfacheren Gästehäusern kannst Du Glück haben und nach Anfrage in der Rezeption kommt ein Arzt zu Dir ins Hotelzimmer. Bislang habe wir sehr gute Erfahrungen mit einem kambodschanischen Doktor gemacht. Auch der Betrag auf seines handgeschriebenen Rechnung, die direkt nach der Behandlung in bar zu bezahlen war, wurde anstandslos von unserer Reiseschutzversicherung übernommen.

Kliniken in Siem Reap

Royal Angkor International Hospital

Im Netz finden sich viele Empfehlungen zu diesem Krankenhaus. Es ist modern, sauber, hat eine Ambulanz und arbeitet mit einem Partner Krankenhaus in Bangkok zusammen. Dorthin werden Notfall-Patienten gebracht, die nicht in Kambodscha behandelt werden können.

  • Anschrift: National Route #6 (Airport Road), Phum Kasekam, Khum Sra Ngea, Siem Reap,Cambodia
  • Tel : (855) 63 761 888, (855) 12 235 888,
  • E-Mail : info@royalangkorhospital.com
  • www.royalangkorhospital.com

Für Kinder gibt es eigene Krankenhäuser in Kambodscha. Solltest Du mit Kindern reisen, so findest Du dort Hilfe.

Angkor Hospital for Children
  • Anschrift: Tep Vong (Achamean) Road and Oum Chhay Street, Siem Reap
  • Tel: 063 963 409
  • angkorhospital.org
Jayavarman VII Children’s Hospital 

Dieses Krankenhaus gehört zu den Krankenhäusern, die unter der Leitung von Dr. Beat Richner erbaut wurden. Leider ist Dr. Richner 2018 verstorben.

Kliniken in Phnom Penh

Royal Phnom Penh Hospital
Nokor Tep Hospital

Dieses Krankenhaus ist nur für Frauen und soll in Kürze eröffnet werden. Das Krankenhaus basiert auf einer Initiative von Frau Ros Priboun, Frau Janne Ritskes, Herr Dr. Ing Kantha Phavi (der kambodschanische Minister für Frauenangelegenheiten) und Herr Trac Thai Sieng (Vize Gouverneur von Phnom Penh).  ​

Klinik in Kampot

Sonja Kill Memorial Hospital (SKMH)

Ein Charity Krankenhaus, welches auf die Initiative von Dr. Winfried und Rosemarie Kill erbaut wurde. Auf Grund eines tragischen Unfalls haben sie ihre Tochter Sonja verloren und gründeten die gleichnamige Stiftung. Die Kosten für Behandlungen richten sich nach den finanziellen Verhältnissen der Patienten.  Je nach Bedürftigkeit werden Patienten kostenfrei behandelt.

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Post von Visit Angkor

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