Phnom Bakheng (zentraler Berg) ist ein dem Gott Shiva geweihter Pyramidentempel. Er befindet sich im Nord-Westen von Angkor Wat – wobei Phnom soviel wie „Erhebung“ bwz. „Anhöhe“ bedeutet-, auf der linken Seite der Straße in Richtung Südtor von Angkor Thom. Auf dem Hügel befindet sich der gleichnamige Tempel. 

Inhaltsverzeichnis

Oben auf dem Phnom Bakheng hast Du einen fantastischen Ausblick auf das Umland. Wobei der Sonnenuntergang dort oben der mit Abstand beliebteste Platz ist im gesamten Angkor Park.

Phnom Bakheng - Karte von OpenStreetmap

Link zur Karte

Etwas zur Geschichte von Phnom Bakheng

Der Phnom Bakheng ist einer von 4 Hügeln, welche die Ebene in allen Himmelsrichtungen rund um Angkor überragen. Auf sämtlichen Hügeln ließ König Yasovarman I. ( gestorben 910 AC) während seiner Regentschaft einen Tempel errichten.

Phnom Bakheng gilt in der Geschichte als erster bedeutender Tempel, der in der damaligen Stadt Yasodharapura – später als Angkor bekannt – gebaut wurde. Als Staatstempel im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert von besagtem König Yasovarman I. errichtet, verlegte er die Hauptstadt von der 13 km im Südosten entfernten Rulous Gruppe hierher. Phnom Bakheng wählte er als Standort, weil der Tempel durch den Hügel 70 Meter über der sonst flachen Landschaft thronte. Von hier aus konnte Yasovarman seine Hauptstadt bestaunen, die mindestens vier Quadratkilometer groß und von Lehmmauern umgeben war.

Phnom Bakheng - einer der vier Hügel rund um Angkor

Zentraler Turm oben auf dem Phnom Bakheng

Im folgenden Jahrtausend erlitt der Tempel leider erhebliche Schäden, darunter der Abbau der obersten Türme durch buddhistische Konvertiten. Und zuletzt durch die roten Khmer, die den Hügeltempel als eine ausgezeichnete Position zum Abschuss ihrer Geschütze befanden.

Die Architektur von Phnom Bakheng

Die Anordnung des Tempels ähnelt stark dem Bakong-Tempel in Roluos und verwendet das gleiche Tempelbergmotiv mit fünf aufsteigenden Terrassen. Zum Bau des Tempels wurde die Kuppel des Hügels abgetragen und die Pyramide in den freigelegten Stein gemeißelt. Erstmalig in der Khmer Geschichte waren die obersten Türme in einer Quinkunx-Anordnung ausgerichtet (wie die fünf Punkte auf einem Würfel – genauso wie die 5 zentralen Türme von Angkor Wat). Auch hier symbolisieren sie den heiligen Berg Meru.

Wie in Bakong enthielt Phnom Bakheng eine Reihe von zusätzlichen Schreinen aus Sand- und Backstein, die um die Spitze herum angeordnet waren. Zusätzlich zum zentralen Prasat gibt es 108 weitere Türme, wobei 108 im Hinduismus und Buddhismus als heilige Zahl der Vollkommenheit gilt. Die meisten der Türmchen existieren  nicht mehr. Heute sind nur noch eine Handvoll der größeren Nebenschreine in relativ gutem Zustand. Angeblich konnte man nur 33 der 108 Türme gleichzeitig sehen, ganz gleich von welchem Standort man den Tempel betrachtet. 33 war die Zahl der Götter in Indras Himmel. Eine Gottheit, der im heutigen Hinduismus nur wenig Bedeutung zukommt.

Phnom Bakheng – der Weg hinauf (und wieder hinab)

Der Aufstieg dauert ca. 20 Minuten. Auf dem Weg nach oben gibt es 3 Aussichtsplattformen von denen Du einen ersten Eindruck über die bevorstehende Aussicht bekommst.

Der Weg ist erstaunlicherweise recht breit und ohne holprige Stellen. Grund ist, dass diesen Weg auch Elefanten nutzen, um Touristen nach oben auf den Hügel zu befördern. Wenn Du also nicht selbst laufen möchtest, kannst Du einen Elefanten buchen. Für 20 US$ geht es den Hügel hinauf und für 15 US$ den Hügel wieder hinunter. Soweit ich weiß, werden die Elefantenritte erst ab 16.00 Uhr angeboten. Wenn Du wissen möchtest, wie und wo Du den Aufstieg mit einem Elefanten buchst, frage am besten einen Tourguide oder im Hotel. Ich selbst bin nicht so ein Freund von dieser Touristenattraktion. Aber das ist halt meine persönliche Meinung.

Sonnenauf- und Sonnenuntergang am Phnom Bakheng

Ganz oben auf der Plattform – die 5. Etage der Pyramide – sind die Besucherzahlen auf gleichzeitig 300 Personen beschränkt. Besonders wenn Du den Sonnenuntergang sehen möchtest, musst Du Dich darauf gefasst machen, möglichst früh vor Ort zu sein. Grund für den Andrang: Die Sonne geht auf der Seite von Angkor Wat unter, was den Sonnenuntergang noch reizvoller macht. Wie wäre es mit einem Sonnenaufgang, um dem Trubel zu entgehen?

Sonnenaufgang am Phnom Bakheng mit Sicht zum Phnom Bok im Osten

Sonnenaufgang am Phnom Bakheng mit Sicht zum Phnom Bok im Osten

Genau, statt Dich zum Sonnenuntergang ins Getümmel zu stürzen, „erklimmst“ Du den Phnom Bakheng zum Sonnenaufgang. Zu diesem Zeitpunkt wirst Du nur wenige andere Besucher. Außerdem ist der Aufstieg in der Morgen-Dämmerung allein schon ein Erlebnis für sich und beschert Dir das unbeschreibliche Gefühl, dass Du Dich allein im Dschungel befindest.

Oben auf der Plattform angekommen heißt es dann nochmal Zähne zusammenbeißen und die steilen Stufen zur obersten Terrasse hinaufsteigen. Geschafft! Jetzt kannst Du die phänomenale Aussicht genießen.

Fotografieren auf dem Phnom Bakheng

Um die Aussicht vom Phnom Bakheng zu fotografieren lohnt sich auf jeden Fall ein Weitwinkelobjektiv. Damit kannst Du viel von der Umgebung einfangen. Selbst das einige Kilometer entfernte Angkor Wat lässt sich eindrucksvoll ablichten. Das erste Beispiel mit Weitwinkel mitsamt ungewollten „Herz“ zu Zeiten der Renovierungsarbeiten. Ursprünglich fand ich es störend, aber jetzt finde ich es toll :-) Das zweite zum gleichen Zeitpunkt mit einem 300er Teleobjektiv.

Sicht auf Angkor Wat vom Phnom Bakheng mit Weitwinkel
Phnom Bakheng mit Sicht auf Angkor Wat mit Tele-Objektiv
Beide Aufnahmen haben ihren jeweils eigenen Charme. Bestimmt lassen sich auch mit einem Super-Weitwinkel tolle Aufnahmen machen. Das habe ich noch nicht probiert – steht aber noch auf meiner fotografischen Wunschliste.

Unabhängig davon lohnt es sich, nicht nur die Aussicht zu fotografieren, sondern auch die Tempel-Pyramide selbst. Die beste Perspektive hast Du auf der östlichen Seite des Tempels. Auf DIE Idee bin ich allerdings selbst auch erst später gekommen, nachdem ich längst vom Hügel wieder runter war. Steht also ebenfalls auf meiner fotografischen Wunschliste. Wobei: Wenn Du ein solches Foto hast, dann schick es mir gern zu. Ich füge es dann hier auf der Seite mit ein – natürlich mit Namens Nennung und auch Link :-)

Weitere Infos zu Angkor Wat, Angkor Park und den Angkor Tempeln

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Impressionen vom Phnom Bakheng

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