Koh Rong Sanloem – oder auch Koh Rong Samloem (ich hab echt keine Ahnung, warum es bei Wikipedia Koh Rong Sanloem lautet und in Blogs Koh Rong Samloem … ) – schon bei dem Namen der kambodschanischen Insel gerate ich ins Schwärmen.

Bislang war ich ja noch nicht an so vielen Orten in dieser Welt. Von Stränden und gar Traumstränden ganz zu schweigen. So hat mich bereits die Schönheit von Otres Beach – der südliche Abschnitt – schier umgehauen. Dabei lese und höre ich immer wieder, dass der Strand dort gar nicht so dolle sei. Von Thailand sei man weitaus schönere Strände gewohnt. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie sich kristallklares Wasser und weiß weicher Sand noch toppen ließe.

Doch. Geht. Wirklich.

Koh Rong Sanloem – Trauminsel pur

Koh Rong Sanloem bezaubert mit Idylle pur. Seichtes kristallklarstes Wasser so weit das Auge reicht. Farbenspiele, die ihresgleichen suchen. Schönheit pur. So schön, dass es regelrecht weh tut. Während die wenigen anderen Touris auf der Insel die atemberaubende Schönheit als selbstverständlich hinzunehmen scheinen, steckt mir ein dicker Kloß im Hals. Ich hocke nur da und staune. Staune, wie die Natur leichtfüßig mit formvollendeter Ästhetik und anmutiger Sanftheit mein Herz im Sturm erobert. Ich bin überwältigt, sprachlos, unendlich glücklich, dankbar, fassungslos. Alles auf einmal – und obendrauf auch noch traurig, da mein Willy nicht bei mir ist und wir beide auf Koh Rong Sanloem zusammen sitzen und staunen können. Ich vermisse ihn. Aber ich bin ja auch bald wieder heim bei ihm im winterlichen Deutschland.    Koh Rong Sanloem - Pier am Saracen Bay Beach

Gezeiten auf Koh Rong Sanloem

Ebbe und Flut gibt es, richtige Gezeiten also. Die Ebbe mag ich, die Flut nicht so. Bei Flut kommt schon mal das eine oder andere Plastikteil angeschwommen. Weh tut das, richtig weh. Ich stelle mir vor, was das für Menschen sind, ihre Geschichten. Wie sie aussehen, wie alt sie sind. Also die, die sowas reinschmeißen ins Meer. „Da, haste Deinen Dreck zurück“, scheint das Meer unaufhörlich und leise zu erzählen. Ihm, dem Meer, ist’s egal. Mir nicht. Ich fange an, wegzuräumen. Wegzuräumen, was da rumschwimmt und rumliegt und nicht hingehört.

Nur um dann wieder am Strand zu sitzen, zu schauen, und zu staunen.

Koh Rong Sanloem - FischerbootKoh Rong Sanloem, Saracen Bay Beach - PalmenHügel auf der Insel Koh Rong Sanloem und blauer Himmel

Zwei Tage sind wir – Seiyon und ich – auf Koh Rong Sanloem. Haben uns in einer der großzügig voneinander entfernten Paradise Villas* am Saracen Bay Beach eingebucht und lassen unsere Seelen baumeln. Im dazugehörigen Restaurant finde ich ein deutsches(!) Frühstück auf der Karte. Mit Schinken, Holländer Käse, Toastbrot, hart gekochtem Ei und Butter. Natürlich muss ich das bestellen. Seiyon ist neugierig und amüsiert sich köstlich, während ich mit dem Ei in gewohnt westlicher Manier herumhantiere.

30 Minuten durch den Urwald zum Sonnenuntergang

Auf die andere Seite zum Lazy Beach mitsamt Sonnenuntergang geht es 30 Minuten lang quer durch den Dschungel. Aber das haben wir uns aufgehoben. Für’s nächste Mal, wenn wir Koh Rong Sanloem wieder besuchen. Denn ich will wieder dorthin. Brauche gar keine andere Insel. Schöner als wunderschön kann es nicht geben hab ich beschlossen. Und ich will Koh Rong Sanloem nicht irgendwann einmal mit anderen Inseln vergleichen tun.

Paradise Villas - Koh Rong SamloemKoh Rong Sanloem - Saracen Bay BeachKoh Rong Samloem - Blick vom Meer aus auf das UferParadise Villas - deutsches Frühstück, Koh Rong SanloemRestaurant Paradise Villas - Koh Ron Sanloem

Wir erkunden ein wenig die Gegend und laufen den Strand am Saracen Bay Beach entlang Richtung Norden. Kurz hinter dem Anlegesteg entdecken wir das Restaurant Cita mit gleichnamigen Resort*. Zwar hat die Küche geschlossen, aber es gibt Kuchen. Wir bestellen und sind hellauf begeistert. Der Kuchen ist phantastisch!

Cita Restaurant - Koh Rong Samolem, Saracen Bay BeachSaracen Beach, Koh Rong Sanloem - Cita Restaurant

Vorbei an der Bounty Boutique* mit seinen futuristisch anmutenden und bewusst schiefen Architektur  schlendern wir noch ein Stück weiter bis zum Secret Paradise Resort*.

Bounty Boutique - Saracen Bay Beach Koh Rong SanloemSecret Paradise Villa - Koh Rong Samloem

Viel weiter kommen wir nicht. Denn wir wollen lieber zurück zu unserem eigenen Häuschen und „unseren“  Strand, die Sonne, das Wasser, die Aussicht, einfach alles noch einmal genießen.

Hier auf dem Foto – der kleine Punkt in der Mitte – das bin ich.

Koh Rong Sanloem, Saracen Bay Beach - EbbeKoh Rong Samloem - Saracen Bay BeachAbschied von Koh Rong Sanloem

  • Hinkommen: Mit dem Schnellboot vom Anlegepier in Sihanoukville. Es gibt zwei Unternehmen mit Schnellbooten, die Dich zur Insel Koh Rong Sanloem bringen.
  • Übernachten: Am Saracen Bay Beach gibt es die meisten Unterkünfte. Seiyon und ich haben in einem Häuschen von Paradise Villas* gewohnt, ein absolutes Träumchen <3
  • Zurückkommen: Nach der Hinfahrt gibst Du an, wann Du wieder zurück möchtest.
  • Strände: Am meisten besucht ist der Saracen Bay Beach im Osten. Wenn Du den Sonnenuntergang sehen möchtest: Der Lazy Beach im Westen ist über einen Pfad durch den Urwald zu erreichen.
  • Aufpassen: Die beiden Fähr-Unternehmen halten an unterschiedlichen Anlegestellen. Je nachdem wo Deine Unterkunft ist, stapfst Du mit Deinem Gepäck durch den Sand. Gepflasterte Wege oder gar eine Straße? Fehlanzeige!
  • Aktivitäten: Wanderung entlang des Saracen Bay Beach zum Leuchtturm im Süden der Insel. Außerdem Tauchen, verschiedene Bootstouren wie Planktron Trip, Sunset Discover, Schnorcheln und mehr.
  • Parties: Im Netz gibt es Berichte über Full Moon Parties, die sind allerdings nicht aktuell. Mich persönlich würd’s jetzt nicht stören, wenn’s die Parties nicht mehr gäbe.
  • Gesundheit: Soweit ich weiß gibt es keinen Arzt auf der Insel.
  • Geld: Auf der Insel gibt es keinen Geldautomaten.
  • Internet: Gibt es, aber erwarte jetzt kein Highspeed-Internet ;-)
  • Strom: Es kann schon mal passieren, dass der Strom ausfällt.

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