In diesem Artikel findest du meine persönlichen Best-Practice Tipps, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe. Die Tipps sollen dir helfen, dass dein Besuch der Angkor Tempel zu einem wunderschönen und unvergesslichen Erlebnis wird. Zur besseren Übersicht ist der Artikel in die drei Hauptbereiche Vorbereitung, Tempeltouren und Fotografie aufgeteilt.

1. Die Vorbereitung für deinen Besuch der Angkor Tempel

Kambodscha ist bekanntlich nicht gerade ein kühles Land. Die Hitze kann ganz schön anstrengend und teils auch stressig sein. Je besser du also vorbereitet bist, umso entspannter kannst du die Tempel besichtigen.

Worauf muss ich bei der Kleidung für den Besuch der Angkor Tempel achten?

Korrekte Kleidung für einen Besuch der Tempelanlagen von Angkor

Passende Kleidung im Angkor Park

Ganz einfach: Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Dies gilt gleichermaßen für Frauen und Männer. Es kann sein, dass auf dem weitläufigen Gelände teils nicht so darauf geachtet wird. Aber darauf würde ich mich nicht verlassen – die Enttäuschung ist groß, wenn du einen Tempel aufgrund unpassender Kleidung nicht betreten darfst. Mit einem normalen T-Shirt und wadenlanger Hose bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Als Schuhwerk empfehle ich dir feste Schuhe. Flipflops sind gänzlich ungeeignet. Weitere Infos zum Thema Kleidung findest du hier im Blog im Artikel Auf nach Angkor Wat, aber was ziehe ich an?

Gibt es bestimmte Verhaltensregeln im archäologischen Angkor Park?

Ja, und das ganz deutlich! Denn mit steigender Beliebtheit, sich nackt abfotografieren zu lassen, sah man sich in Kambodscha gezwungen, einen Verhaltenscodex zu entwickeln. Der sogenannte Code of Conduct regelt nicht nur die Kleidung, sondern auch weitere Punkte wie das Berühren der Reliefs an den Tempelwänden, Rauchen, Geld für bettelnde Kinder und mehr. Die Verhaltensregeln liegen an vielen Stellen aus – vor allem in Hotels und Gästehäusern. Infos zum Verhaltenskodex im Angkor Park findest du hier im Blog im Artikel Warum es einen Verhaltenscodex  für Angkor gibt.

Ein leider sehr ernstes Thema: Auch über bettelnde Kinder im Angkor Park habe ich einen Artikel geschrieben. Warum du ihnen kein Geld geben solltest und wie du ihnen trotzdem helfen kannst, erfährst du hier im Blog im Artikel: Warum Kinder betteln in Siem Reap und was du dagegen tun kannst.

Wie sieht es mit der Verpflegung aus?

 

Wasser – das ist das Allerwichtigste!

Du wirst schiere Unmengen von Wasser brauchen. Nimm am besten gleich eine große Flasche mit oder noch besser: Besorge dir eine wiederverwendbare Wasserflasche. Das Umweltprojekt „Refill not Landfill“ hat sich vorgenommen, den Verbrauch von Plastikflaschen drastisch zu reduzieren. Wo du die Flaschen bekommst und wo du sie kostenlos(!) auch im Angkor Park auffüllen kannst, erfährst du hier im Visit Angkor Blog in meinem Artikel über „Refill not Landfill“.

Frühstück – mit knurrendem Magen wird das nix!

Ein ganz wichtiger Punkt, der oftmals gern vergessen wird. Denn beim Aufstehen morgens um vier / halb fünf wirst du sicherlich eher kaum die Ruhe für ein ordentliches Frühstück finden. Frage in deinem Hotel nach, wie es mit Frühstückspaketen aussieht. In der Regel bieten die Hotels kostenlose Frühstückspakete für Angkor Touren an.

Tipp: Lass dir vorab die Frühstückspakete zeigen. Vor allem in sehr günstigen (Backpacker) Hotels kann es passieren, dass du einfach nur eine trockene Scheibe Toastbrot und einen Apfel bekommst. Das Ganze dann noch in Unmengen Einwegplastik eingepackt. Gegen Aufpreis wirst du sicherlich ein besseres Frühstück bekommen können. Alternativ gehst du zum Beispiel am Vorabend zu einem Bäcker in der Innenstadt (direkt am Kreisverkehr gibt es einen sehr guten) und deckst dich mit allem ein was du brauchst. Zwar sind die Backwaren am nächsten Tag nicht mehr ganz so frisch aber immer noch genießbar und besser als eine trockene Toasbrotscheibe.

Zur Plastikvermeidung kannst du z.B. eigene Aufbewahrungsdosen verwenden, die du von zu Hause mitgebracht hast.

Verpflegung im Angkor Park
Kleines Streetfood Restaurant im Angkor Park

Streetfood Restaurant im Angkor Park

Im Angkor Park gibt es an vielen Stellen kleine Streetfood-Stände und Restaurants. Während die Streetfood-Stände eher von den Einheimischen aufgesucht werden, gibt es Restaurants speziell für Touristen. Zum Beispiel das neue Areal in der Nähe des Ta Prohm Tempels mit mehreren Restaurants und Souvenier-Shops. Hier kehren denn auch viele ein, die mit dem Bus unterwegs sind. Der passende Parkplatz grenzt direkt an das Gelände.

Wundere dich im übrigen nicht über die Preise – vor allem in den touristischen Restaurants sind diese teils deutlich höher als in manch einem Restaurant in Siem Reap. Und: Toiletten sind ebenfalls an verschiedenen Stellen im Angkor Park vorhanden. Hier musst du deinen Angkor-Pass zeigen, sonst zahlst du 1$ für die Nutzung.

Wie finde ich einen Angkor-Tourguide?

An sich kannst du in allen Hotels direkt einen Tourguide buchen. Frage einfach an der Rezeption nach den Konditionen.

Tipp: Kümmere dich bereits vor deinem Kambodscha Besuch um einen Tourguide. In der Hauptsaison kann es passieren, dass die Tourguides ausgebucht sind und du kurzfristig keinen mehr bekommst.
  • Viele Tourguides haben mittlerweile eigene Websites. Gib zum Beispiel „Angkor Tourguide“ oder „Angkor Guide“ in die Google Suche ein und stöbere in den Ergebnissen.
  •  Auf Tripadvisor kannst du dir die Bewertungen zu vielen Angkor-Tourguides anschauen.
  • Falls du auf der Suche nach einem deutschsprachigen Tour Guide bist: Hier im Visit-Angkor Blog stelle ich mehrere deutschsprachige Angkor Guides in einem Artikel vor.

Brauche ich überhaupt einen Tourguide?

Das hängt ganz von deinen persönlichen Vorlieben ab. Natürlich kannst du die Angkor Tempel auch ohne Reiseführer erobern, aber dann bist du vollkommen auf dich allein gestellt. Tuk Tuk Fahrer bringen dich zwar von Tempel zu Tempel aber sie können dir in der Regel nicht viel über die Angkor Tempel erzählen. Wenn du wiederum eh nicht so viel über die Geschichte wissen sondern lieber nur schauen und fotografieren möchtest, lohnt sich ein Besuch der Angkor Tempel durchaus auch ohne Tourguide. Vielleicht hast du ja bereits im Netz oder in Büchern schon Einiges über die Angkor Tempel gelesen – dies hilft dir sicherlich bei deinen Erkundungen.

Und wie finde ich einen guten Tuk Tuk Fahrer für meine Angkor Tour?

Vutha und Inga auf dem Motorbike

Vutha mit mir auf seinem Motorbike

Das ist überhaupt kein Problem – vor allem im (Touri) Zentrum von Siem Reap wirst du nahezu an jeder Ecke von Tuk Tuk Fahrern gefragt, ob und wann du die Angkor Tempel besichtigen möchtest. Angkor Touren sind beliebt bei den Tuk Tuk Fahrern, weil sie mit rund 25 $ gutes Geld bringen für ihre Verhältnisse. Auch hier findest du mittlerweile viele Angebote im Netz. Hier ein paar Vorschläge von mir:

  • Cambodia Golden Angkor Tours – dahinter verbirgt sich Seam Vutha, wobei Seam der Nachname ist. Ich schreibe „verbirgt“, weil es kein Foto von ihm auf der Website gibt. Aber ich kann dir versichern, dass er klasse ist! Auf dem Foto weiter oben siehst du ihn mit mir im „Gepäck“ auf seinem Motorbike – sein Tuk Tuk hatte er zu diesem Zeitpunkt „abgeschnallt“. Mit ihm bin ich schon eine ganze Menge herumgekurvt. Zur Website von Cambodia Golden Angkor Tours.
  • Sophal Ouk – er hat keine eigene Website, aber ich freue mich total, dass er schon Buchungen direkt über meinen Blog hier bekommen hat. Infos über ihn und Buchungsmöglichkeiten findest du hier im Blog im Artikel Warum Sophal einer meiner Lieblings Tuk Tuk Fahrer ist.
  • visit-angkor.com – Mein „Domain-Namensvetter“ betreibt einen Tuk Tuk Service zu den Angkor Tempeln. Ich kenne ihn nicht persönlich, aber ich finde diese Namensvetternschaft schon witzig :-)  Zur Website von visit-angkor.com.

Übrigens: Weitere Infos über Tuk Tuk Fahrer in Siem Reap findest du hier im Blog im Artikel Tuk Tuk Fahren in Siem Reap, alles was du wissen musst.

Wann kaufe ich am besten das Angkor-Ticket und was kostet der Eintritt?

Angkor Ticket

So hat mein Angkor Ticket ausgesehen :-)

Grundsätzlich kannst du dir das Angkor-Ticket am gleichen Morgen besorgen, bevor du in den Angkor Park fährst. Allerdings kann es am Ticketschalter zu ziemlich langen Wartezeiten kommen. Besonders in den Morgenstunden, wenn alle schnell nach Angkor Wat wollen, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Es sei denn, du möchtest einen 7 Tage Pass kaufen. Dort ist immer am wenigsten los, weil nur eine Handvoll Touristen diesen Pass kaufen.

Am praktischsten ist es, wenn du dir die Eintrittskarte am Vorabend ab 17.00 Uhr kaufst. Das hat direkt zwei Vorteile. Zum einen kannst du am gleichen Abend noch in den Angkor Park und den Sonnenuntergang sehen. Zum anderen hast du am nächsten Morgen etwas mehr Zeit und kannst direkt zu den Tempeln fahren.

Tipp: Besuche das Angkor Panorama Museum, nachdem du das Angkor-Ticket am Vorabend gekauft hast. Das Museum befindet sich direkt neben der Verkaufsstelle für den Angkor-Pass. 

Beachte, dass du für die Fahrt zum Ticketschalter am Vorabend extra bezahlen musst. Für mich überwiegen aber die Vorteile.

Bei den Preisen kannst du zwischen drei verschiedenen Tickets wählen. Hier ein Kurzüberblick.

TicketPreis
1 Tag37 $
3 Tage62 $
7 Tage72$

Wichtig: Du kannst das Angkor Ticket mit Bargeld und neuerdings auch mit Kreditkarte bezahlen. Weitere wichtige Infos zum Angkor-Ticket, Gültigkeitsdauer, Öffnungszeiten der Tempel und Tipps,  findest du hier im Blog im Artikel Angkor-Pass: Neue Preise ab 1.2.2017, alle Infos

Wie komme ich am besten zu den Angkor Tempeln und wie lange dauert die Fahrt dorthin?

  • Mit dem Fahrrad – Wenn du fit bist, kannst du die Tempel mit dem Rad erobern. Aber unterschätze nicht das feucht heiße Klima! Manche Hotels bieten kostenlose Fahrräder. Prüfe unbedingt im Vorfeld, ob du mit dem Fahrrad zurechtkommst. Falls nicht, dann leih dir ein Fahhrad aus. Für 5 $ Tagesmiete bekommst du schon ein richtig gutes Mountain-Bike mit Helm und Sicherheitsschloss.
  • Mit dem Tuk Tuk – Für mich die angenehmste Art, die Angkor Tempel zu erkunden. Nach jedem Besuch eines Tempels freue ich mich auf den kühlenden Fahrtwind um die Nase.
  • Mit dem Auto oder Bus – (Klein) Gruppen lassen sich auch gern in derlei klimatisierten Vehikeln durch den Angkor Park kutschieren.
  • E-Bike – In Siem Reap gibt es mehrere Anbieter für E-Bikes, die du für einen oder mehrere Tage mieten kannst. Tipp: Achte darauf, dass die Batterien gefüllt sind, wenn du dich zu den Angkor Tempeln aufmachst!
  • Moped – Vorsicht: Selbst bei einem internationalen Führerschein kann es dir passieren, dass du bei einer Kontrolle nicht weiterfahren darfst. Als Beifahrer kannst du allerdings sehr komfortabel die Angkor Tempel erkunden. Achte auf deine Sicherheit und trage einen Helm!
Tipp: Bitte den Tuk Tuk Fahrer auf dem Weg zum Angkor Park auf der rechten Seite am Siem Reap Fluss entlangzufahren. Die Strecke ist viel schöner, als durch die Stadt entlang der Hauptstraße.

Die Fahrt vom Zentrum von Siem Reap bis zum Parkplatz vor Angkor Wat dauert ca. 20 Minuten.

Wann sollte ich vor dem Haupttempel Angkor Wat sein, um dort den Sonnenaufgang zu fotografieren?

Angkor Wat mit Seerosenteich | Plony A A Bruynooge

Hotspotfoto: Angkor Wat mit Seerosenteich

Wenn du – wie viele andere auch – Angkor Wat am Seerosenteich fotografieren möchtest, solltest du spätestens(!) um fünf Uhr vor Ort sein. Um diese Uhrzeit teilst du dir ein kleines Fleckchen Erde mit hunderten anderer Touristen, die ebenfalls ihr schönstes Angkor Foto mit dem berühmten Seerosenpanorama fotografieren wollen.

Du bist also nicht allein vor Ort, im Gegenteil!

Vom Parkplatz bis zum Seerosenteich sind es ca. 800 Meter, die du zurücklegen musst. Auch diese Zeit musst du einkalkulieren. Am besten stehst du um halb vier auf und bestellst dir deinen Fahrer für 4.15 Uhr oder besser noch 4.00 Uhr. Dann hast du noch etwas Luft – kann ja immer mal was passieren. So hatte sich zum Beispiel in einem Jahr unser Tuk Tuk Fahrer schlichtweg verschlafen. Wir haben uns da jetzt nicht großartig drüber aufgeregt – so etwas ist menschlich und passiert jedem mal. Aber durch den Puffer hatte wir noch genug Zeit und sind dann doch noch rechtzeitig im Angkor Park angekommen.

Tipp: Tausche die Telefonnummer mit deinem Fahrer. Dies ist vor allem auch dann hilfreich, wenn du vom Haupttempel Angkor Wat zurückkommst. Der Parkplatz ist übersät mit Tuk Tuks und du wirst deinen Tuk Tuk Fahrer mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht finden. Und es ist alles andere als witzig, wenn du nach der sprichwörtlichen Stecknadel im Heuhaufen suchen musst. Nun ja, ich gebe zu, ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Bislang war es immer(!) umgekehrt und mein Tuk Tuk Fahrer hat mich schon von Weitem erspäht und zugewunken oder kam sogar schon auf mich zugefahren. Ich bin jedes Mal baff erstaunt darüber. Aber trotzdem verlasse ich mich nicht darauf und habe zur Not immer die Telefonnummer meines Tuk Tuk Fahrers parat. 

2. Die Tempeltouren im Angkor Park

In diesem Abschnitt erfährst du Wissenswertes über die Lage der einzelnen Tempel und welche du wann am besten besuchst. Dabei handelt es sich um Empfehlungen aus meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen bei meinen Besuchen der Angkor Tempel.

Was ist der Small Circuit und der Grand Circuit und worin unterscheiden sie sich?

Bei dem Small-Circuit und Grand-Circuit handelt es sich um Rundwege, die durch den Archäologischen Angkor-Park führen. Der kleine Rundweg beginnt am Haupttempel Angkor Wat und der große Rundweg schließt an den kleinen an. Bei beiden Rundwegen verläuft die reguläre Richtung jeweils im Uhrzeigersinn. Hier eine Karte, die wir 2012 auf Basis der Daten von OpenStreetMap weiterentwickelt haben. Du kannst dir die Karte auch als PDF herunterladen.

Angkor Karte - Rundwege

Angkor Karte mit den beiden Rundwegen Small Circuit und Grand Circuit

Die Tempel entlang des Small-Circuit (kleiner Rundweg)
  • Angkor Wat – der Haupttempel und das Wahrzeichen von Kambodscha.
  • Phnom Bakheng – ein kleiner Tempelhügel vor dem Südtor der Stadt Angkor Thom. Dort schauen sich viele Touristen den Sonnenuntergang an.
  • Südtor von Angkor Thom – der monumentale Eingang zur Hauptstadt Angkor Thom.
  • Baphuon – hoher Tempel im Eingangsbereich von Angkro Thom.
  • Angkor Thom – die Königshauptstadt mit ihren Tempeln. Bis einschließlich Preah Pithu befinden sich alle folgenden Tempel innerhalb der Stadtmauern von Angkor Thom.
  • Bayon – der Tempel mit den vielen Gesichtern im Zentrum von Angkor Thom.
  • Terrasse der Elefanten  besonders beeindruckend sind die Treppen mit den steinernen Elefantenrüsseln.
  • Phimeanakas – liegt westlich und etwas abseits vom Circuit. Den Phimeanakas umwebt eine außergewöhnliche Sage. 
  • Preah Paliley – ein kleiner Angkor Tempel nördlich vom Phimeanakas.
  • Terrasse des Lepra Königs – schließt nördlich direkt an die Terrasse der Elefanten an.
  • Prasat Suor Prat – die Türme der Seiltänzer, insgesamt sind es 12 Türme.
  • Preah Pithu – mit diesem Tempel schließt die Runde innerhalb von Angkor Thom.
  • Chau Say Tevoda – kleiner Angkor Tempel hinter dem Ostausgang von Angkor Thom.
  • Thommanon – ehemaliger Hindu Tempel als heiliger Ort zum Beten.
  • Ta Nei – liegt etwas abseits im Urwald. Aber es lohnt sich, ihn zu besuchen!
  • Ta Keo – einer der größten Tempel im Angkor Park
  • Ta Prohm – bekannt durch sein von Bäumen durchwachsenes Mauerwerk und nicht zuletzt durch den Kinofilm Tomb Raider mit Angelina Jolie.
  • Banteay Kdei – die Zitadelle der Mönche, ein kleiner buddhistischer Tempel.
  • Prasat Kravan – östlich von Angkor Wat gelegen und mit einzigartigen Reliefs.

Du wirst es allerdings wohl kaum schaffen, alle diese Tempel an einem Tag zu besichtigen. Alleine für Angkor Wat lohnt es sich, wenn du mindestens 2-3 Stunden Zeit einkalkulierst. Weiter unten im Text erfährst du, welche Angkor Tempel die beliebtesten – aber leider auch die meistbesuchten – sind.

Die Tempel entlang des Grand-Circuit (großer Rundweg)

Der große Rundweg im Angkor Park beginnt wie der kleine Rundweg. Ab dem Bayon Tempel führt die Route statt nach Osten zum Chaus Say Tevoda weiter nach Norden zu weiter entfernten Angkor Tempeln. Dabei befinden sich auf dem Bogen des Grand-Circuit selbst vergleichsweise wenige Tempel. Bitte beachte: Auf Grund der größeren Entfernung musst du mehr für das Tuk Tuk, Bus oder Auto bezahlen.

  • Preah Khan – vermutlich die zeitweilige Hauptstadt von König Jayavarman VII. bis zur Fertigstellung der Stadt Angkor Thom.
  • Neak Pean – gewundene Schlangen und acht Pools in Form einer Lotusblüte umgeben den Tempel.
  • Ta Som – über diesen Angkor Tempel ist vergleichsweise wenig bekannt.
  • Östlicher Mebon – besonders beeindruckend sind die großen und freistehenden Elefantenfiguren.
  • Pre Rup – einer der ersten Tempel im Angkor Reicht.
  • Srah Srang – hier handelt es sich nicht um einen Tempel, sondern um einen kleinen See, der von Mauern umgeben ist. Besonders schön ist es hier am frühen Morgen und am Abend.

Hinter dem Srah Srang See schließt sich der große Rundweg an den kleinen Rundweg an und du kommst wieder am Prasat Kravan vorbei.

Welche Tempel sind die wichtigsten?

Die vermeintlich wichtigsten sind auch gleichzeitig die beliebtesten und somit meist besuchten Tempel. Als da wären: Angkor Wat, Südtor Angkor Thom, Bayon, Terrasse der Elefanten und Ta Prohm. Diese Tempel schaffst du  alle bequem an einem Tag. Wie du die Touristenströme umgehst, erfährst du in der Antwort zur nächsten Frage.

In welcher Reihenfolge sollte ich die Tempel am besten besuchen?

Me vor dem Ta Prohm Tempel

It’s me vor den Würgefeigewurzeln im Ta Prohm Tempel :-)

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten und hängt vor allem von deinen Wünschen ab. Da die meisten Touristen die Angkor Tempel im Uhrzeigersinn um den kleinen Rundweg besichtigen, lohnt sich der Weg in entgegengesetzter Richtung um den Touristenmassen zu entgehen. Früh am Morgen ist es noch still am Ta Prohm und am Nachmittag wiederum ruhiger am Angkor Wat. Allerdings verpasst du dann die Möglichkeit, den Sonnenaufgang am Seerosenteich vor Angkor Wat zu fotografieren. Hier hilft nur eines: Setze dir Prioritäten. Vor allem, wenn du nur einen Tag für die Besichtigungen Zeit hast. Was ist wichtiger für dich? Ein Foto an einem Hotspot, welcher bereits millionenfach abgelichtet wurde und gleichzeitig Heerscharen von Touristen um dich herum oder kein Foto und dafür weniger Menschen. Die Entscheidung liegt bei dir!

Leichter ist es dann schon, wenn du die Angkor Tempel an zwei Tagen besuchst. Dann kannst du dir die Tempel, die du besuchen möchtest, auf die beiden Tage aufteilen. Bedenke aber, dass du für zwei Angkor-Tage im günstigsten Fall einen 3 Tages Pass brauchst. Trotzdem habe ich dir einen Tour-Tipp für zwei Angkor-Tage zusammengestellt.

Tour-Tipp für einen Angkor-Tag
  • Angkor Wat – Sonnenaufgang beim Seerosenteich. Auch wenn es dort überfüllt ist: Das Foto ist ein Muss und du wirst es bestimmt bereuen, nicht dort gewesen zu sein.

Im Anschluss hast du mehrere Optionen. Zum Beispiel:

  1. Du bleibst im Touristenstrom und besuchst die bekanntesten Tempel im Uhrzeigersinn entlang des Small Circuit. Also Südtor von Angkor Thom, Bayon, Terrasse der Elefanten, Terrasse des Lepra Königs,  Ta Prohm, (je nach Zeitplan schaffst du auch noch einen Abstecher zum Ta Nei), Banteay Kdei, Prasat Kravan. Wobei nicht alle Tempel völlig überlaufen sind. Hauptsächlich am Ta Prohm Tempel wirst du vielen Menschen begegnen und für das Foto mit den Würgefeigen an dem Gemäuer nur ganz wenig Zeit haben. Oder:
  2. Du fährst im Anschluss an den Sonnenaufgang direkt zum Ta Prohm, um die Morgenstimmung einzufangen. Von dort aus geht es weiter in entgegengesetzter Richtung um den Small Circuit mit den bekanntesten Tempeln.
  • Hauptturm Angkor Wat – zugegeben, du musst den Weg nach Angkor Wat ein zweites Mal entlanglaufen, aber  jetzt sind die Wartezeiten nicht mehr so lang, um zum Hauptturm aufzusteigen. Doch es lohnt sich auf jeden Fall und die wundervolle Aussicht solltest du dir nicht entgehen lassen!

Jetzt noch der Sonnenuntergang. Die meisten Touristen wollen unbedingt auf den Phnom Bakheng, doch ist dieser ab Nachmittag völlig überfüllt. Um sicher zu gehen, einen Platz zu bekommen, solltest du dich spätestens um 3 Uhr auf den Weg machen (ich sag mal Angabe ohne Gewähr). Meine alternativen Empfehlungen sind:

  • Srah Srang See – dort ist es ruhig und beschaulich. Das Wasser spiegelt eine bezaubernde Atmosphäre und du kannst den Tag entspannt ausklingen lassen.
  • Ta Prohm – ein kleiner Hügel im Süden von Siem Reap. Die Straße dorthin führt dich über weite Landschaft und ist schön zu fahren. Auch hier begegnen dir nur eine Handvoll Menschen.
  • Sunset Finder – hier handelt es sich um eine Website, die 34 Plätze für den Sonnenuntergang im Angkor Park vorschlägt. Weitere Infos findest du hier im Blog im Artikel Sonnenuntergang im Angkor Park – 34 Hotspots.
Tour-Tipp für zwei Angkor-Tage

Auf Grund der Preisstruktur für das Angkor-Ticket vermute ich, dass es nur vergleichsweise wenig Touristen gibt, den den Angkor Park für zwei Tage besuchen.

  • Tag eins – für den ersten Tag empfehlen sich die Stationen des Tourtipps für einen Angkor-Tag.
  • Tag zwei – hier kannst du zum Beispiel zwischen den beiden Optionen aus meinem nachfolgenden Tour-Tipp für drei Angkor-Tage wählen.
Tour-Tipp für drei Angkor-Tage

Tag eins – die klassische Tour mit den bekanntesten Tempeln

  • Angkor Wat – Sonnenaufgang beim Seerosenteich.
  • Small Circuit – gegen den Uhrzeigersinn: Prasat Kravan, Banteay Kdei, Ta Prohm, (je nach Zeitplan schaffst du auch noch einen Abstecher zum Ta Nei), Terrasse des Lepra Königs, Terrasse der Elefanten, Bayon und das Südtor von Angkor Thom. Du kannst auch direkt beim Ta Prohm Tempel beginnen, um noch die Morgenstimmung einzufangen.
  • Angkor Wat – Diesmal mit Aufgang zum zentralen Turm des Tempels.
  • Sunset Finder – du hast die Wahl zwischen 34 verschiedenen Plätzen im archäologischen Angkor Park, um den Sonnenuntergang zu genießen.
Tipp: Sag deinem Fahrer, dass er dich nach dem Sonnenaufgang am Osttor von Angkor Wat abholen soll. Von dort aus kannst du direkt weiter den Rundweg entlangfahren.

Tag zwei – beginnt und endet auf einem Hügel und führt zu den entfernteren Tempeln

  • Phnom Bakheng – wunderschöne Aussicht zum Sonnenaufgang.
  • Banteay Srei – auf dem Rückweg kannst du einen Zwischenstopp in der Schmetterlingsfarm machen, sie liegt auf dem Weg.
  • Banteay Samre – auch dieser Tempel liegt außerhalb der Rundwege im archäologischen Angkor Park.
  • Preah Dak Village – ein beschauliches Dorf, welches die Straße Richtung Angkor Park säumt. Dort haben wir seinerzeit einen kleinen Friseur angetroffen, der uns die Haare für 1$ geschnitten hat.
  • Roluos Gruppe – hier begann die Angkor Zeit. Manche Tourguides empfehlen die Angkor Tour mit der Roluos Gruppe zu beginnen.
  • Phnom Krom – ein kleiner Berg mit einem Tempel im Süden von Siem Reap mit wunderschönem Sonnenuntergang.

Tag drei – beginnt an einem See und endet wieder bei Angkor Wat

  • Srah Srang See – Sonnenaufgang inmitten idyllischer Ruhe.
  • Grand Circuit – gegen den Uhrzeigersinn: Pre Rup, Östlicher Mebon, Ta Som, Krol Ko, Neak Pean und Preah Khan. Falls du noch nicht am Ta Nei warst, kannst du den Besuch auch hier noch mit „dranhängen“.
  • Angkor Wat – als krönender Abschluss und dieses Mal die Abendstimmung einfangen.

3. Fotografieren im Angkor Park

In diesem Abschnitt gebe ich dir Tipps für deine Fotos. Ich selbst zähle mich nicht zu den professionellen Fotografen. Fernab also von Belichtungs-, Blenden-, Objektivempfehlungen und Co. habe ich dir hier meine Tipps zusammengestellt, die trotzdem weiterhelfen sollen.

Sonnenauf- und -untergang – was tun, wenn alles voller Wolken ist?

Natürlich kann es vorkommen, dass genau an dem Tag (oder den Tagen), wo du die Angkor Tempel besichtigen möchtest, der Himmel wolkenverhangen ist oder es gar regnet. Hier lohnt sich der Blick in die Wettervorhersage. Wenn du mehrere Tage für Angkor eingeplant hast, kannst du die Tagespläne kurzfristig tauschen. So hast du an den verbleibenden Tagen immer noch die Chance, dein ultimatives Sonnenaufgang- und -untergangs Foto zu schießen. Übrigens: Im Blog yon Synke unterwegs findest du Tipps für dein Foto am Seerosenteich vor Angkor Wat.

Darf ich Mönche fotografieren?

Ja klar, gerade Mönche sind beliebte Motive. Ihre orangefarbene Kleidung bildet einen wunderschönen Kontrast zum Mauerwerk der Angkor Tempel. Sie sind es gewohnt, dass laufend Kameras auf sie gerichtet sind. Oft gehen sie direkt in Position und schauen „verträumt“ in die Ferne, wenn sie bemerken, dass eine Kameralinse auf sie gerichtet ist. Trotzdem: Frage vorher nach, ob du ein Foto machen darfst. Denke daran, dass weibliche Personen einen Mönch niemals berühren dürfen. Auch nicht die Kleidung.

Tipp: Buche einen „Foto-Mönch“. Vereinzelt gibt es die Option, einen Mönch für eine Weile speziell für Fotos gegen Entgelt zu buchen. Frage im Hotel oder deinen Tourguide, ob und wie das möglich ist.

Gibt es Foto-Touren mit Profi-Fotografen?

Wenn du nicht so der Profi-Fotograf bist oder deine Techniken verbessern und direkt zu den besten Fotoplätzen möchtest, kannst du spezielle Fototouren mit einem Fotografen buchen. Die Auswahl ist groß. Zum Beispiel bei Laurent DambiesCambodia Images, dem tchechischen Fotografen Ota, den Fotografen von Angkor Wat Photography Tours einem Verbund von mehreren Fotografen, die in Siem Reap leben oder Angkor Travel Photography mit ihren drei professionellen Fotografen.  Weitere Angebote findest du  in der Google Suche z.B. über die Suchanfrage „Angkor Photo Tour“.

Beachte: Die Fotografen einer Angkor Fototour tun in der Regel ausschließlich das, was sie am besten können – nämlich Fotografieren. Erwarte also keine allzu vielen Infos über die Geschichte der Tempel.

Alternative für den kleineren Geldbeutel und mit Tempel-Infos
Ratanak - Angkor Tour Guide mit Kamera

Ratanak in Aktion – ich hab mir ein Lotus Foto gewünscht :-)

Im Großen und Ganzen wissen die Tourguides um die Hotspots für bestimmte Fotos im Angkor Park und sie zeigen sie Dir auch. Unabhängig davon kannst du deinen Tourguide fragen, ob er selbst eine Kamera hat und Fotos macht. Mein ultimativer lieblings Tourguide Ratanak Eath bietet das an. Ihm kannst du eine deiner Speicherkarten geben. Er steckt sie in seine Kamera, schießt Fotos während der Tour und am Ende des Tages bekommst du die Speicherkarte zurück mit allen Fotos, die du komplett frei verwenden darfst. Auch schön: Es sind viele Fotos dabei, auf denen du selbst abgebildet bist, ohne in den Momenten gemerkt zu haben, dass er dich fotografiert. Obendrauf erzählt er dir natürlich die Geschichten der Tempel und beantwortet deine Fragen. Mit ihm hast du sozusagen vieles zusammen in einem Paket – nur halt eben nicht den Profifotografen, der dir zeigt, wo und wie du die besten Fotos machst.

Wann fotografiere ich am besten welchen Tempel?

Wie überall auf der Welt gilt auch für das Fotografieren der Angkor Tempel, dass das gleißende Mittagslicht in der Regel nicht wirklich gute Fotos hervorbringt. Wenn du also bestimmte Tempel möglichst optimal und mit weichem Licht fotografieren möchtest, solltest du den Besuch dieser Tempel in die frühen Morgen oder Abendstunden legen.

Wo finde ich noch weitere Tipps?

Ganz einfach: Im Netz bei anderen Bloggern. Hier eine Liste mit interessanten Infos für deine Angkor Tour von anderen Bloggern:

  • Blattsalat – Bei Thomas Blatt findest du 10 (fotografische) Tipps für Angkor Wat mit wunderschönen schwarzweiß Fotos.
  • Travelcats – Kathleen und Stephan aus Berlin geben dir in ihrem Artikel Die Tempel von Angkor viele Tipps, auch für deinen Aufenthalt in Siem Reap. Auch dieser Artikel hat sehr viele schöne Fotos.
  • Tripangkor – Patrick bereist so wie ich regelmäßig Kambodscha. In seinem Blog findest du einen ausführlichen Artikel speziell über den Haupttempel Angkor Wat.

Zum Schluss noch das vielleicht Wichtigste für deinen Besuch der Angkor Tempel

Bei aller Planung: Lass dir Zeit. Wenn du vielleicht den einen oder anderen Tempel nicht besichtigen konntest, und du das so herbeigesehnte Foto nicht im „Kasten“ hast, ist das kein Beinbruch. Es bringt dir absolut nichts, von einem Tempel zum nächsten zu hetzen. Im Gegenteil, du läufst Gefahr, einen regelrechten Tempel-Overkill zu bekommen. Viel schöner ist es, sich einfach mal hinzusetzen und die Umgebung zu beobachten. Du wirst dich wundern, wie entspannend das ist und wie viel schneller du in die Atmosphäre eintauchst und magische Momente erlebst.

Vor allem: Unterschätze nicht die Hitze. Besonders in der Mittagssonne bist du gut beraten, wenn du eine größere Pause einlegst. Dies wird sich eh nicht vermeiden lassen. Denn: Du kannst gewiss sein, dass dich dein Tourguide und Tuk Tuk Fahrer auf kambodschanisch sanfte Art immer wieder darauf hinweisen, wenn es Zeit fürs Mittagessen ist. Dies aus dem simplen Grund, weil sie selbst auch Hunger haben :-)

Jetzt wünsche ich dir viel Freude bei deinem Besuch der Angkor Tempel!

Sooo – dies waren sie also, meine Tipps für deinen Aufenthalt im archäologischen Angkor Park. Ich freue mich sehr, wenn sie dir helfen, dass du die Zeit dort so richtig genießen kannst. Vielleicht hast du ja auch noch den einen oder anderen Tipp. Schreib mir gern, ich freu mich drauf und antworte bestimmt! LG :-)

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