Vor ein paar Jahren war es in Kambodscha noch üblich zu sagen: „Die Frau gehört an den Herd“ Heute verändern sich die Dinge besonders bei der jungen Generation durch interkulturellen Dialog und Globalisierung immer mehr.  “Die Frau gehört an den Herd”, ist ein alter kambodschanischer Ausspruch. Allerdings konnte sich dieses Denken im Laufe der Zeit in der modernen kambodschanischen Gesellschaft von heute verändern. Über Jahrhunderte hinweg war die Rolle der Frau eindeutig definiert. Erst in den letzten 10 Jahren trat eine vorsichtige und langsame Veränderung ein.

Die Überlieferung sagt, dass Frauen das Haus in Ordnung halten, kochen und sich um die Kinder kümmern sollenl. Keine andere Tätigkeit, außer die hier beschriebenen war den Frauen erlaubt.  Klingt wie eine typische Männergesellschaft oder ? Nun ist es interessant, dass die Gesellschaft in der Vergangenheit über Jahrhunderte hinweg so miteinander lebte.

Zum Beispiel gab es von Anfang an Schulen nur für Jungen aber nicht für Mädchen.

In der Vergangenheit, stand die Schule den Mädchen in Kambodscha nicht zur Verfügung. Der Grund ? Nun die Männer hatten das Sagen und fanden, dass für Mädchen das Schulwissen nicht wichtig sei, weil sie sowieso heiraten und dann Hausfrau werden. Lernen, so meinten sie, wäre dabei pure Zeitverschwendung. Kein Mädchen konnte deshalb studieren und wenn es trotzdem mal vorkam, konnten sie ihr Wissen nicht verwenden, weil ihr Job später nach einer Heirat wieder im Haus und am Herd war.
Andere Leute wiederum dachten, dass, wenn beide – also Mädchen und Jungen – in die gleiche Schule gingen, die Mädchen durch ihre Schönheit die Jungens ablenken würden.  Die Jungen würden sich dann mehr für Liebe und Heirat interessieren, als sich um ihr Wissen zu kümmern und das würde wiederum der Gesellschaft schaden.

Moderne trägt zur Veränderung der Rolle der Frau bei

19 Prozent der Kambodschanischen Studenten sind weiblich - das bin ich vor einigen Jahren an der Highschool

Glücklicherweise ist diese Zeit überwunden. In der modernen technologischen Gesellschaft mit ihrem neuen Denken und Handeln besuchen sowohl Jungen als auch Mädchen die Schule. Männer und Frauen haben heutzutage die gleichen Rechte und die gleiche Freiheit, und auch ihre Arbeitskraft hat den gleichen Wert.  Allerdings ist dieses moderne Konzept nicht vollständig in allen Teilen des Landes zu finden, besonders in den ländlichen Gebieten ist man noch stark mit den alten Traditionen verbunden. Hier hat das alte Denken und die Tradition noch Bestand : “Frauen gehören an den Herd”

Und immer noch spielen die alten Traditionen eine Rolle, besonders im religiösen Bereich sind sie noch häufig anzufinden. Zum Beispiel dürfen Frauen viele der heiligen Dinge nicht berühren. Sie glauben, dass wenn eine Frau etwas Heiliges berührt, etwas Schlechtes und Seltsames passieren wird.

So werden oft auch Mädchen mit einem Wollknäuel und die Jungen mit einem Diamanten verglichen. Ein Diamant lässt sich im Gegensatz zum Wollknäuel leicht reinigen, wenn er in den Dreck fällt. Damit ist gemeint: Macht eine Frau etwas, das nicht den Erwartungen entspricht so bleibt es für immer wie der Schmutz in einem Wollknäuel.  Der Mann dagegen kann sich als Diamant reinwaschen und alles ist vergessen.

Hier noch einige interessante Beobachtungen:

  • 60% der über 25Jährigen sind Frauen
  • 30% der Frauen führen ohne einen Mann ihren Haushalt (Es kommt oft vor, dass Männer ihre Frauen mit Kindern einfach sitzen lassen)
  • 60% der Arbeiter im landwirtschaftlichen Bereich sind Frauen
  • 67% der Fabrikarbeiter sind Frauen (Oft auch Mädchen aus Waisenhäusern, um in den Regierungsfabriken Geld für ihre Familien zu verdienen)
  • Auf jede Frau kommen durchschnittlich 3 Kinder (Arbeitstage länger als 12 Stunden)
  •  19% der Studenten sind Frauen (Die Hausfrauenrolle ist einfach noch viel zu sehr in der Kultur verankert)

Quellen: Gender equality (United Nations Development programme Cambodia),  Women in Cambodia (Wikipedia), Demographics of Cambodia (Wikipedia)

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