Bei diesem Artikel handelt sich es sich nicht um einen Text von mir, sondern um einen von Lydia C. Lee aus ihrem Reiseblog Holidays, Hellidays and the Journeys in between… Mir gefiel der Artikel sehr gut, weil er einfache Mittel für nachhaltigen Tourismus in Siem Reap beschreibt. Auf meine Anfrage, ob ich den Artikel für unseren Blog ins Deutsche übersetzen dürfe hat sie eingewilligt. Im nachfolgenden Text ist mit ich jeweils Lydia gemeint und nicht „ich“ :-) Die Fotos in diesem Beitrag hier sind wiederum von mir.

Offiziell ist Siem Reap die coolste Stadt in Asien. Dies befanden mein Partner und ich bei einem Cocktail in einer flippigen Bar, in die wir gestolpert waren. Es ist wirklich einfach, Kambodscha zu lieben, dieses geschichtsträchtige Land welches gerade durch den Tourismus zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt.  Die Ruinen von Angkor Wat sind ein Ehrfurcht gebietender Anblick, aber es ist auch die Stadt selbst, die ihren Reiz auf Reisende ausübt.

Sonnenaufgang bei Phnom Bakheng über Phnom Pok

Es gibt große Probleme in Kambodscha, resultierend aus der Geschichte der letzten vierzig Jahre des Landes. Aber als Tourist sahen wir vor allem eine andere Seite. Wir haben viele Unternehmen gesehen, die sich sozialen Aufgaben zum Wiederaufbau der Gemeinde durch den touristischen Dollar widmen. Als Touristen mag man vielleicht nicht so darüber nachdenken. Man will nicht unbedingt als Volunteer arbeiten oder spenden. Dieser Artikel hier ist ein Leitfaden, um genau das zu tun – einen fabelhaften Urlaub haben, in außergewöhnlichen Restaurants essen und Weltwunder besuchen. Aber wie wäre es, wenn ihr wählen könnt und ein Teil von euren Ausgaben im Urlaub geht zurück in den Kampf für das Gute, das würde sich doch gut anfühlen, nicht wahr?

Steiler Aufstieg zu Angkor Wat

Wer einmal in Siem Reap verweilt, wird sicherlich auch die Tempel von Angkor besichtigen. Sucht euch einen Angkor Guide, der in Verbindung zu einem Waisenhaus steht. Viele der Angkor Reiseführer haben eine enge Verbindung zu einem Waisenhaus in Siem Reap. Wir buchten bei Happy Angkor Wat Tour, sodass ein Teil unserer Kosten an ein Waisenhaus ging. Unser Tour-Guide gab uns zusätzlich Ratschläge, wie wir uns am besten verhalten. Was wir also tun sollten und was besser nicht. Sein Ziel ist es, die Straßenkinder in der Schule zu sehen. Er hat uns daher geraten, ihnen nichts zu geben, wie z.B. Süßigkeiten oder so. Denn oft haben sie auch keine Zahnbürsten und sie würden sonst ihre Zähne verlieren. Er machte noch viele andere Randbemerkungen, die uns einen tiefen Einblick in die Aspekte des täglichen Lebens in Kambodscha gaben, an die wir sonst nicht wirklich gedacht hätten.

Siem Reap hat weitaus mehr zu bieten, als einfach die Stadt in der Nähe von Angkor zu sein. Es ist eine blühende kleine Stadt, in der man sich sogar schick und hip fühlen kann. Für diejenigen, die beim Kauf von Souveniers den Einheimischen helfen möchten: Meine Brieftasche, die ich mir im Zentralmarkt gekauft habe, trug einen Aufkleber vom kambodschanischen Frauen-Krisen-Zentrum in Kambodscha. Und im Angkor Night Market gibt es neben zahlreichen Ständen mit Produkten von lokalen Handwerkern auch zwei chillige Bars und viele Restaurants in einem reizvollen Open-Air-Ambiente. [Tipp von Inga: Schau dir den Markt von der Angkor Handicraft Association AHA an. Die Organisation hat ein eigenes Label entwickelt, verfügt über eine Kooperation mit der GIZ (Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) und handelt ausschließlich mit lokalen Produkten. Zwar liegt der Markt etwas außerhalb, doch kannst du den Besuch prima mit einem Ausflug nach Angkor verbinden, da er sich in einer Seitenstraße von Charles de Gaulle – der Hauptader nach Angkor – auf dem Weg dorthin befindet.]

Handgefertigte Taschen aus Seide

Haltet bei der Suche nach einem Restaurant Ausschau, ob es eine soziale Mission befürwortet und unterstützt. Selbst die feinen Restaurants im Sofitel haben ein Programm mit lokalen Bauern. Nur weil ein Restaurant sich gesellschaftlicher Verantwortung stellt bedeutet es nicht, das Essen dort sei weniger anspruchsvoll. Der Luxe Reiseführer empfiehlt zum Beispiel das Marum, welches leider während unseres Aufenthaltes geschlossen war. Das Marum befindet sich etwas außerhalb in einem schönen Gebäude. Das Essen soll ausgezeichnet sein. Gleichzeitig handelt es sich um einen Ausbildungsebtrieb und es wird Straßenkindern geholfen.

Auch wenn sie nicht von einer NGO betrieben werden, so betreiben viele der gehobeneren Restaurants eigene Projekte, oder haben Spendenboxen aufgestellt. Oft gibt es Flyer mit Informationen, wie man helfen kann. Andere, wie das Butterflies Garden Café betreiben selbst einen kleinen Laden mit Artikeln aus benachteiligten Gemeinden in Kambodscha. Hier geht ein Teil der Gewinne in die Alphabetisierung und Schulprogramme.

Straße in Siem Reap, Kambodscha

Im Kantha Bopha Kinder-Krankenhaus gibt Dr. Beat Richner – auch BeatoCello genannt- jeden Samstag ein Konzert. BeatoCello ist sehr beliebt und viele Menschen sagten uns, dass wir etwas verpasst haben, weil wir sein Konzert verpasst haben.

Das Highlight unserer Zeit in Siem Reap war für mich Phare, der kambodschanische Zirkus. Stellt euch einen Zirkus vor im Stil vom Cirque du Soleil. Aus dem Gewinn wird eine Kunstschule für Jugendliche von den Straße unterhalten, ebenso für Waisenhäuser und es werden ganze Familien unterstützt. Die Show ist außergewöhnlich und wir verließen den Zirkus völlig euphorisch und mit der Musik in unseren Köpfen. Nur weil Phare ein Charity Projekt ist, bedeutet es noch lange nicht,  dass der Standard deshalb geringer sei.

Als Tourist gibt man in der Regel eine ganze Menge Geld aus für Essen und Unterhaltung. Doch gerade in Siem Reap ist es sehr einfach, sich so zu verhalten, dass mit dem ausgegebenen Geld ein Unterschied gemacht und zusätzlich der Gemeinschaft geholfen wird. Ob es sich um den Kauf einer Tasse Kaffee bei Common Grounds oder New Leaf Eatery handelt – überall könnt ihr eine fabelhafte Khmer Mahlzeit genießen und obendrauf ist auch noch die Unterhaltung Spitzenklasse.

Wir haben nicht die Freude an unseren Urlaub verloren, aber ich habe ganz einfach mit der Suche nach Einrichtungen begonnen, die sich gesellschaftlicher Verantwortung stellen. Würden dies mehr Unternehmen auf der ganzen Welt tun, würde es vielen Menschen besser gehen.

Bitte bedenkt: Ich habe hier nur ein paar Anbgote aufgelistet. Es gibt viel, viel mehr Einrichtungen, die sich ebenfalls sozial engagieren. Der Pocket Gu! De Kambodscha, der in Bars und Restaurants ausliegt, ist ein fabelhafter Reiseführer für Restaurants und Shopping.

Original-Text: Lydia C. Lee
Aus dem Englischen übersetzt: Inga
Fotos: Inga

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