Im Juli fand das diesjährige Intercultural Innovation Camp – kurz iiCamp – in Siem Reap, Kambodscha statt. Das iiCamp stand unter dem Motto: Learn A Language Khmer

Die Aufgabe im iiCamp bestand darin, zusammen mit kambodschanischen Jugendlichen Inhalte für eine Khmer Sprach Applikation für Touristen und Überlegungen für ihre Vermarktung zu entwickeln. Dabei stand von vornherein fest, dass es nicht möglich ist, solch eine Applikation mal eben in knapp 3 Wochen zu erstellen, geschweige denn zu vermarkten. Doch das  ist auch gar nicht das eigentliche Ziel eines Intercultural Innovation Camps. Denn in der Hauptsache geht es um die Entstehung von interkulturellem Dialog, und zwar auf Augenhöhe unter allen Beteiligten. Solch ein Dialog  entsteht am einfachsten über gemeinsame Projekte und den daraus resultierenden Aufgaben. Und bei der Auswahl der Projekte im iiCamp wird darauf geachtet, dass Teile der Aufgaben nur von den Einheimischen vor Ort umgesetzt werden können.

Viele Fragen im iiCamp, welche diskutiert und gelöst wurden

Denn was braucht es, um ein marktfähiges Produkt auf den Markt zu bringen? Welche Begriffe sind wichtig und auch interessant für Touristen? Wo können am besten die Sprachdateien aufgenommen werden und welche Fotos passen am besten zu den einzelnen Begriffen?

Viele Fragen tauchten auf, welche gemeinschaftlich diskutiert und gelöst wurden. Die regelmäßigen Meetings am Morgen sorgten dafür, alle im Camp über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren und sich gegenseitig über den weiteren Verlauf abzustimmen. Bereits am zweiten Tag entwickelte sich im Camp eine eigene Dynamik. Die Projektaufgabe war verstanden und wurde fortan laufend in den Tagesablauf integriert.

Vieles war überraschend. So stellte sich heraus, dass sich die Kambodschaner alles andere als einig waren, wie denn nun manche Begriffe in ihrer Sprache Khmer richtig ausgesprochen, geschweige denn geschrieben werden. Denn Wort und Schrift sind in Kambodscha nicht wirklich ein und dasselbe. Auch kommt man mit den für uns gewohnten Phonetics Symbols so ziemlich schnell an seine Grenzen. Wie soll man allein 24  vesrchiedene Vokale der Khmer Sprache, die teils irgendwo undefinierbar im Kehlraum gebildet und je nach Buchstabenkombination auch noch anders ausgesprochen werden in einer für uns verständlichen Lautschrift darstellen? Eben, das geht nicht – und deswegen findet sich auch nirgends eine einheitliche und vor allem allgemeinverständliche Lautschrift dieser faszinierenden Sprache.

Präsentation der Sprach App im 5 Sterne Hotel in Siem Reap

Ebenso spannend waren die ersten Ansätze zur Vermarktung. So verabredeten sich die iiCampteilnehmer und suchten verschiedene Hotels in Siem Reap auf, um ihnen die Smartphone Applikation vorzustellen. Sie stießen auf reges Interesse und erzielten auch Termine, unter anderem mit der Marketing Managerin eines fünf Sterne Hotels am Ort. Denn es soll Unternehmen auch die Option geboten werden, für sich in der Applikation im Rahmen eines Ovolus zu werben. Wer auch in der Applikation für sein Unternehmen werben möchte, kann sich gern unter info@youcan-trust mit uns in Verbindung setzen.

Jetzt im Anschluss an das Camp werden Bilder und Sprachdateien den bereits definierten Kategorien zugeordnet, dies über interne Gruppen bei Facebook, online Excel Sheets und Dropbox. So findet weiterhin Austausch statt unter den Beteiligten, mit das wichtigste Kriterium für Nachhaltigkeit.

Ich möchte nicht eine Sekunde des Camps missen. Selbstverständlich gab es auch Situation in denen es schwierig war, eine Lösung zu finden oder auf einen Nenner zu kommen. Jedoch ist dies ebenso Bestandteil meines individuellen aber auch unseres kollektiven Entwicklungsprozesses gewesen.

Die Erlöse aus der Applikation dienen der Förderung kambodschanischer Jugendlicher. Denn das Land gehört immer noch zu den ärmsten der Welt und qualfizierte Arbeitsplätze sind seit jeher äußerst rar.

Im kommenden Jahr wird das iiCamp auch in Yogyakarta, Indonesien stattfinden. Hier gilt es dann, die Sprachapplikation zu adaptieren und für Sprache Bahasa zu entwickeln. Das Thema im iiCamp in Kambodscha in 2013 ist die Entwicklung eines Kochbuches mit landestypischen Gerichten aus der Khmer Küche.

Intercultural Innovation Camp

Für die Teilnahme am iiCamp stellt YouCan Trust deutschen TeilnehmerInnen auf Wunsch den Kompentenznachweis International aus. Teilnehmer aus anderen Nationen erhalten auf Wunsch den Engagementnachweis International. Die Nachweise International sind ein Programm der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. – kurz ijab.

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